Unternehmen Jedes dritte Unternehmen beklagt Fachkräftemangel

Mit der deutschen Wirtschaft geht es steil bergauf. Das sind gute Nachrichten - doch der Aufschwung verschärft auch den Mangel an Fachkräften. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag fordert deshalb unter anderem mehr Anreize für Zuwanderer.

Das überraschend hohe deutsche Wirtschaftswachstum verschärft einer Umfrage zufolge den Fachkräftemangel. Fast ein Drittel der Betriebe sieht in diesem Problem inzwischen ein Risiko für die eigene Geschäftsentwicklung. Das ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), aus der die „Berliner Zeitung“ am Dienstag berichtete. Das seien doppelt so viele Unternehmen wie noch zu Jahresbeginn 2010.

Besonders betroffen seien Branchen wie die Zeitarbeit, die Gesundheitswirtschaft, informationstechnische Dienstleister sowie das Baugewerbe und der Maschinenbau. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann kritisierte in diesem Zusammenhang die „viel zu zögerliche Haltung“ der Bundesregierung zur Zuwanderungsfrage. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler trifft am Dienstag mit führenden Vertretern von Wirtschaftsverbänden zusammen, um über die Sicherung des Fachkräftebedarfs zu sprechen.

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DIHK-Präsident Driftmann sagte der „Berliner Zeitung“: „Wir brauchen eine höhere Erwerbsbeteiligung von Frauen, Älteren und Migranten.“ Zudem müsse die Zuwanderung stärker gesteuert werden. Driftmann forderte unter anderem, die Einkommensschwelle für eine Niederlassungserlaubnis von Ausländern in Deutschland von derzeit 66.000 Euro im Jahr auf 40.000 Euro abzusenken.

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