Unternehmen JP Morgan steigt bei Zalando ein

Die US-Großbank JP Morgan und der Investor Quadrant Capital lassen künftig ihr Geld laufen: Sie steigen bei Zalando ein. Die Expansionslust und das starke Wachstum des Online-Schuhhändlers überzeugen die Investoren.

Der wachstumsstarke Berliner Online-Schuhversand Zalando bekommt frisches Geld von zwei neuen Investoren: Die Vermögensverwaltungssparte der US-Bank JP Morgan hat sich mit 1,3 Prozent und der US-Finanzinvestor Quadrant Capital Advisors mit 0,9 Prozent an dem Internetshop beteiligt. Das teilte Zalando am Donnerstag mit. Damit bekommt Zalando seine Eigentümer Nummer sieben und acht. Zur Investitionssumme, die dem Unternehmen zugutekommt, machten weder Zalando noch JP Morgan Angaben.

Zalando sieht sich inzwischen als größter Internetanbieter von Schuhen und Mode in Deutschland. 2011 verdreifachte sich der Umsatz auf 510 Mio. Euro. Das Unternehmen, das mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt, setzt klassische Versandhäuser wie Otto zunehmend unter Druck.

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Mit 44 Prozent ist Rocket Internet, eine Beteiligungsgesellschaft der Internetunternehmer Marc, Alexander und Oliver Samwer, der größte Anteilseigner. Die Brüder haben unter anderem den Klingeltonanbieter Jamba und das Internet-Auktionshaus Alando gegründet, die sie später an Großkonzerne verkauften. Acht Prozent an Zalando hält das Management um David Schneider und Robert Gentz, der russische Investor DST Global hat auf neun Prozent aufgestockt. Weitere Anteilseigner sind die Technologiefinanziers Tengelmann Ventures und Kinnevik. Börsenpläne für Zalando gebe es derzeit nicht, sagte eine Sprecherin.

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