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Der Geiger-Tischkalender

Der Geiger-Tischkalender© Kumicak + Namslau

Jeden Monat stellt impulse ein Produkt in allen Details vor. Wer liefert was? Wer arbeitet mit? Diesmal: Der Geiger-Tischkalender wird in verschiedenen Sprachen, mit anderen Feiertagen, mit Werbung für Firmenkunden produziert.

Kalender

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Geiger Mainz-Kastel. Der Mittelständler ist eine AG, wird von Gründer Jürgen Geiger geleitet, produziert seit 1984. Er bekommt Drahtkammrollen, Karton- und Kalenderbögen von den Zulieferern, benutzt eine Schneidemaschine von Polar-Mohr, eine Zusammentragemaschine von MKW Graphische Maschinen, eine Lochmaschine von Kugler-Womako und hat am Ende Tischkalender, die ­gegenläufig gestapelt werden müssen, je eine Ringbindung links und eine rechts.

Papier

Drewsen Spezialpapiere Lachendorf. Ist 474 Jahre alt. Die 420 Mitarbeiter produzieren Papier auch für Bankschecks, Briefmarken, Landkarten. Der Zellstoff besteht aus Nadelholz mit kleinem Laubholzanteil. Eine Zeit lang enthält er 98 Prozent Wasser. Das wird aber rausgepresst und getrocknet.

Karton

MeadWestvaco Richmond, USA. Die Amerikaner machen aus viel Eiche, wenig Buche, Pappel, Ahorn, Kiefer aus eigenen Wäldern Karton. Haben ein Lager im niederländischen Venlo. Die Umschlagpappe wird schon in den USA weiß gestrichen.

Layout

Christine Greber Kirin. Die freie Grafikerin hat nach Vorgabe von Geiger den Querkalender mit dem Programm Indesign CS4 gestaltet. Das ist die kleine Schwester des Programms, mit dem die impulse-Layouter arbeiten. Greber liefert Geiger den Layoutentwurf als Papierausdruck und digital als PDF-Datei.

Werbeaufdruck

Geiger Mainz-Kastel. Die Kalender gibt es nicht in Läden. Geiger liefert an Werbeagenturen, Großversender, vor allem an Werbe­artikelhändler. Die liefern die Druckdaten der Kunden, die Logos und Werbeclaims auf den Kalendern haben wollen. Jährlich sind das 18 000 Aufträge. Mit den Endkunden – wie dem Kaffeefilterproduzenten Melitta – hat Geiger keinen Kontakt. Und Mainz-Kastel ist übrigens ein Ortsteil von Wiesbaden.

Druckvorstufe

Grunewald Kassel. Der 1985 gegründete Dienstleister holt Worte wie „Sunday“ oder „Dimanche“ und verschiedene Feiertage für verschiedene Länder aus Internet-Datenbanken. Geiger baut die dann in Christine Grebers Layout. Jedes Jahr aufs Neue, weil sich Feier­tage ändern und Kunden in neuen Ländern dazu­kommen.

Druck

W. B. Druckerei Hochheim. Bekommt die Druckdaten digital. Kalenderseiten und Kartoneinband werden auf einer 13 Meter langen MAN Roland 706 gedruckt. Die Firma beschichtet den Karton, hat 100 Mitarbeiter. Dann kommen die großen Bögen zu Geiger, werden dort passend geschnitten.

Rohdraht

Bekaert Zwevegem, Belgien. Hat 27 000 Mitarbeiter in aller Welt, produziert jede Art von Draht. Leo Leander Bekaert begann 1880 mit Draht für Kuhweidezäune. 2011 hat der Konzern, inzwischen eine AG, 4,6 Mrd. ­Euro Umsatz. Bekaert beschichtet den Draht selbst mit weißem Nylon, liefert an die Binderei Renz.

Kammbindung

Chr. Renz Heubach. Die Firma bekommt den mit weißem Nylon ummantelten Draht von Bekaert auf 20 Meter hohen Rollen. Eine Maschine rollt ihn ab und biegt ihn zu einer Art Kamm. Der wird wieder aufgerollt und zu Geiger geschickt. Dort wird aus ­Papier, Karton und Draht der Kalender.

Aus dem Magazin
Mehr dazu erfahren Sie in der impulse-Ausgabe 01/2013.
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