Unternehmen Kleines Unternehmerhandbuch für Myanmar

Die Sule-Pagode im Stadtzentrum von Rangun, der Hauptstadt Myanmars

Die Sule-Pagode im Stadtzentrum von Rangun, der Hauptstadt Myanmars© Patrick Brown

Das einst stark verschlossene Myanmar beginnt sich langsam zu öffnen. Ein kurzer Überblick über die Chancen und Risiken für deutsche Unternehmer - und hilfreiche Adressen für den Start im "Goldenen Land".

Chancen
Nach jahrelanger Isolation ist der Aufholbedarf bei der Infrastruktur enorm: 320 Milliarden Dollar könnten in den nächsten Jahren in Myanmar investiert werden, so eine McKinsey-Studie. Germany Trade & Invest kürte das Land zu einem der „Top-Exportmärkte 2013 “. Profitieren könnten vor allem deutsche Energie-, Versorgungs- und Infrastrukturfirmen sowie Maschinen- und Anlagenbauer. Auch die Tourismusbranche steht vor einem Boom. Myanmar wächst dieses Jahr um rund 6,5 Prozent, schätzt die Asiatische Entwicklungsbank, das ist schneller als die meisten anderen Staaten der Region.

Risiken
Das Land steht ganz am Anfang seiner Wirtschaftsentwicklung. Rechtssicherheit wird für die Zukunft angestrebt – bis es sie im Alltag gibt, wird noch viel Zeit vergehen. Im Doing-Business-Report der Weltbank landet Myanmar bei der Durchsetzung von Verträgen auf dem vorletzten Platz weltweit. Und die fehlende Infrastruktur ist nicht nur Chance, sondern auch Hindernis: Das Internet ist langsam, Bankautomaten werden nur nach und nach installiert. Politisch bleibt unklar, in welche Richtung sich das Land nach den Wahlen 2015 entwickeln wird. Die Sanktionen gegen das Land sind aufgehoben, könnten bei Rückschritten aber wieder eingeführt werden.

Anzeige

Informationen und Netzwerke
Die Deutsche Außenhandelskammer in Bangkok ist auch Ansprechpartner für Unternehmer, die sich für Myanmar inte­ressieren: www.gtcc.org

Einen lokalen Zusammenschluss aus Handelskammern und Verbänden bildet die Union of Myanmar Federation of Chambers of Commerce & Industry (UMFCCI): www.umfcci.net

Im Ranguner UMFCCI-Gebäude hat auch die Delegierte der Deutschen Wirtschaft Monika Stärk ihr Büro. Ihr Kontakt:
monikastaerk@gmail.com

Der Ostasiatische Verein organisiert in unregelmäßigen Abständen Delegationsreisen ins Land: www.bw-i.de

 
 
Mehr zum Thema: Warum es deutsche Unternehmer nach Myanmar zieht

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...