Unternehmen Konzerne und Mittelstand streiten um staatliche Förderung

In einem Brandbrief fordern 18 deutsche Konzernchefs eine Entlastung bei ihren Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Vertreter des Mittelstands fürchten um Hilfen für kleinere Betriebe.

Großunternehmen und Mittelstand streiten um die richtige staatliche Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E) in den Firmen. Nach impulse-Informationen, fordern 18 Konzernchefs – von BASF über SAP bis Thyssen-Krupp – in einem Brandbrief die Bundesregierung auf, ihre Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen und die Unternehmen bei den Ausgaben für F&E zu entlasten. Danach sollen Firmen etwa zehn Prozent ihrer Personalkosten im F&E-Bereich von ihrer Steuerschuld abziehen können.

Vertreter des Mittelstands wie der Verband Innovative Unternehmer (VIU) fürchten jedoch, dass zugunsten des Steuerbonus andere Hilfen für kleinere Firmen eingestellt werden. „Uns beunruhigt, wie die Spitzenverbände der Industrie die Interessen großer Konzerne massiv gegen die des Mittelstands in Stellung bringen. Von einer steuerlichen Förderung für Forschungsausgaben profitieren große Unternehmen“, sagte VIU-Geschäftsführerin Annette Treffkorn. Bei der bisherigen Projektförderung wie etwa im Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand des Bundeswirtschaftsministeriums erhalten Firmen für die Umsetzung innovativer Ideen vorab Geld vom Staat. Steuergutschriften wirken hingegen erst nachträglich.

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