Unternehmen Krise bei Q-Cells setzt sich fort

Schlechte Nachrichten vom Solarkonzern: Die Zahlen sind tiefrot, Finanzvorstand Marion Helmes geht. Außerdem gerät die vollständige Rückzahlung einer Anleihe zum Problem.

Die Hängepartie beim angeschlagenen Solarunternehmen Q-Cells setzt sich fort. Die Krise in der Branche belastet das TecDax-Unternehmen auch im dritten Quartal schwer. Nach einem Plus von 36,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum fiel ein operativer Verlust von 47,3 Mio. Euro an

Die Gesellschaft aus Bitterfeld-Wolfen teilte am Montag mit, dass nach einem Plus von 36,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum, ein operativer Verlust von 47,3 Mio. Euro anfiel. Der Umsatz ging von 400 Mio. auf 228,8 Mio. Euro zurück. Analysten hatten zwar einen deutlichen Rückgang erwartet, die Zahlen fielen aber noch schlechter aus. Zudem verlässt Finanzvorstand Marion Helmes das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Vorstandschef Nedim Cen werde ihre Aufgaben übernehmen und der Solarkonzern künftig nur noch von zwei Vorstandsmitgliedern geleitet. Helmes kam im Juli 2010 von ThyssenKrupp zu Q-Cells.

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Das im Sommer nach der Ankündigung eines neuen Sparprogramms aufgestellte Ziel für das Gesamtjahr bestätigte der Konzern. Danach wird weiterhin mit einem Umsatz von rund 1 Mrd. Euro gerechnet. Beim operativen Ergebnis soll es weiterhin einen Verlust im dreistelligen Mio.-Euro-Bereich geben. Jedoch reduziert das Unternehmen seine Liquiditätserwartungen. Nachdem der Konzern bisher davon ausging, bis zum Ende des Jahres über freie Mittel im Volumen von 300 bis 350 Mio. Euro zu verfügen, sieht Q-Cells jetzt nur noch 300 Mio. Euro als realistisch an. Eine im Februar 2012 fällige Wandelschuldverschreibung könne möglicherweise nicht vollständig zurückgezahlt werden.

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