Unternehmen Küchenbauer Alno kauft Schweizer Marktführer

Eine Küche von Alno

Eine Küche von Alno© Alno

Der Küchenhersteller Alno übernimmt den Schweizer Marktführer AFG. Mit dem Kauf will das Unternehmen seinen Auslandsumsatz steigern - und unabhängiger vom Heimatmarkt werden. Denn zuletzt hatte das Unternehmen vor allem unter dem deutschen Markt gelitten.

Der Küchenmöbelhersteller Alno geht im Ausland auf Einkaufstour. Am Freitag habe das Unternehmen den Schweizer Marktführer AFG Küchen gekauft, teilte Alno in Pfullendorf mit. Damit wollen die Schwaben den Angaben zufolge ihren Auslandsanteil am Umsatz auf mehr als 40 Prozent steigern. Über den Kaufpreis sei mit der Schweizer AFG Arbonia-Forster-Holding AG Stillschweigen vereinbart worden. Die vollständige Übernahme werde unter anderem durch zugesagte Kredite Schweizer Banken und eine Anleihe finanziert.

AFG Küchen produziert den Angaben zufolge mit seinen beiden Marken Piatti und Forster Holz- und Stahlküchen. Für das vergangene Jahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 140 Millionen Euro. Die derzeit 500 AFG-Mitarbeiter sollen laut einem Alno-Sprecher übernommen werden.

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Alno war zuletzt nach einer kurzen Erholungsphase operativ wieder in die roten Zahlen gerutscht und hatte auch seine Umsatzprognose für 2013 kassiert. Im dritten Quartal 2013 erwirtschaftete der Möbelhersteller vor Zinsen und Steuern einen Verlust von 1,5 Millionen Euro. Der Umsatz sank um 10,2 Prozent auf 97,1 Millionen Euro. Da das Unternehmen zuletzt aber vor allem unter dem deutschen Markt gelitten hatte, ist es aus Expertensicht sinnvoll, dass sich der Küchenbauer im Ausland nach neuen Möglichkeiten umschaut.

Alno rechnet mit Einsparpotenzial von bis zu 20 Millionen Euro

Ende 2012 hätten Piatti und Forster Schweizer Stahlküchen Effizienzprogramme gestartet. Dies soll dem Sprecher zufolge vor allem im Einkauf Vorteile bringen. Von 2015 an rechnet die Alno AG mit Einsparpotenzialen von voraussichtlich bis zu 20 Millionen Euro.

Der einstige Marktführer für Küchenmöbel in Deutschland stand vor gut einem Jahr schon kurz vor der Insolvenz. Nur weil Hauptaktionäre, Banken und Lieferanten sich auf ein Finanzierungspaket verständigten, wurde der Küchenhersteller gerettet.

1 Kommentar
  • no comment 20. Januar 2014 15:49

    Hallo Gerard,
    das neueste von ALNO

    Gruß aus Pullach

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