Unternehmen Kunert führt „aussichtsreiche Gespräche“ mit Investoren

Hermann de Jong, Vorstand des Strumpfherstellers Kunert

Hermann de Jong, Vorstand des Strumpfherstellers Kunert© impulse

Der schwer angeschlagene Strumpfhersteller Kunert will sich mit einem Insolvenzverfahren für mögliche Käufer hübsch machen. Mit Investoren gebe es bereits „aussichtsreiche Gespräche“, sagt das Traditionsunternehmen.

 

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Der Strumpfhersteller Kunert will sich mit einem Insolvenzverfahren für mögliche Käufer hübsch machen. Zudem streicht das Unternehmen im Rahmen eines Sozialplans 64 Arbeitsplätze, wie Kunert am Montag in Immenstadt mitteilte. Das 1907 gegründete Traditionsunternehmen hatte im Februar beim Amtsgericht Kempten die Sanierung in Eigenverwaltung beantragt, seither habe es „aussichtsreiche Gespräche“ mit Investoren gegeben, die bereit wären, Kunert ganz oder in Teilen zu übernehmen. Dafür sei allerdings der Wechsel in ein reguläres Insolvenzverfahren besser geeignet, sagte der vom Gericht bestellte Sachwalter Arndt Geiwitz.

Der Gläubigerausschuss habe dafür am Montag die Weichen gestellt. Das Verfahren ermöglicht es Käufern, Kunert dann ohne Schulden zu übernehmen. Der Kaufpreis ginge nach einem Quotenverfahren an die Gläubiger. Auf dem Unternehmen lastet derzeit ein drückender Schuldenberg, zudem belasten hohe Kosten die Firma, die fast 80 Prozent ihrer Umsätze in Deutschland macht. Der Stellenabbau sei dennoch unvermeidlich, allen Betroffenen würde aber der Wechsel in eine Transfergesellschaft angeboten. Kunert beschäftigt in Immenstadt und in der Produktion in Marokko rund 1000 Mitarbeiter.

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