Unternehmen Lässt’s leuchten

Jeden Monat stellt impulse ein Produkt in allen Details vor: Wer liefert was, wer arbeitet wie mit wem zusammen? Zum Beispiel beim Textmarker des Familienunternehmens Schwan-Stabilo.

Stift

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Stabilo Weißenburg. 1971 erfand Günter Schwanhäußer den ersten Stift, dessen Farbe Worte auf dem Papier zum Leuchten bringt. Gab es anfangs nur in Neongelb, heute in neun Farben. 1,9 Milliarden Stifte wurden bislang verkauft, eine Viertelmillion kommt täglich dazu. Heute leitet Sebastian Schwanhäußer die 1855 gegründete Firma in fünfter ­Generation. Den größten Umsatzanteil liefert inzwischen die Sparte Kosmetikprodukte, etwa mit Lippenstiften.

Schaft

Stabilo Weißenburg. Bei Stabilo wird passend zur neongelben oder -blauen Tinte für den Schaft Kunststoff bei 240 Grad verflüssigt und in Formen gepresst. Das Farbgranulat liefert Clariant, die Spritzgussmaschinen die 1857 im Schweizer Kanton Glarus gegründete Firma Netstal.

Spitze

Porex Bautzen. Seit 13 Jahren stellen die Porex-Mitarbeiter in Bautzen die Stift­spitzen her. Zuvor kamen die Teile aus Fairburn, USA, aus der Konzernzentrale. Seit 40 Jahren sorgt das durchlässige Polyethylen dafür, dass die Tinte aufs Papier fließt, ohne zu tropfen. Porex, 1961 gegründet, stellt auch Filter für Swimmingpools her.

Kappe und Dichtung

Stabilo Weißenburg. 2700 Kilo Kunststoff verarbeitet die Firma in Mittel­franken täglich zu Stabilo-Boss-Stiften. Die schwarze Kappe und die Dichtung sind teils aus recyceltem Material. Damit nichts ausläuft, werden Schaft und Aufsatz zusammengeschweißt.

Stift

Stabilo Weißenburg. 1971 erfand Günter Schwanhäußer den ersten Stift, dessen Farbe Worte auf dem Papier zum Leuchten bringt. Gab es anfangs nur in Neongelb, heute in neun Farben. 1,9 Milliarden Stifte wurden bislang verkauft, eine Viertelmillion kommt täglich dazu. Heute leitet Sebastian Schwanhäußer die 1855 gegründete Firma in fünfter Generation. Den größten Umsatzanteil liefert inzwischen die Sparte Kosmetikprodukte, etwa mit Lippenstiften.

Schaft

Stabilo Weißenburg. Bei Stabilo wird passend zur neongelben oder -blauen Tinte für den Schaft Kunststoff bei 240 Grad verflüssigt und in Formen gepresst. Das Farbgranulat liefert Clariant, die Spritzgussmaschinen die 1857 im Schweizer Kanton Glarus gegründete Firma Netstal.

Spitze

Porex Bautzen. Seit 13 Jahren stellen die Porex-Mitarbeiter in Bautzen die Stiftspitzen her. Zuvor kamen die Teile aus Fairburn, USA, aus der Konzernzentrale. Seit 40 Jahren sorgt das durchlässige Polyethylen dafür, dass die Tinte aufs Papier fließt, ohne zu tropfen. Porex, 1961 gegründet, stellt auch Filter für Swimmingpools her.

Kappe und Dichtung

Stabilo Weißenburg. 2700 Kilo Kunststoff verarbeitet die Firma in Mittelfranken täglich zu Stabilo-Boss-Stiften. Die schwarze Kappe und die Dichtung sind teils aus recyceltem Material. Damit nichts ausläuft, werden Schaft und Aufsatz zusammengeschweißt.

Neontinte

Stabilo Weißenburg. Die acht bis zehn Stoffe der Tinte sind teilweise geheim. Nicht so der Wasseranteil: etwa 60 Prozent. Die chemische Reaktion von Wasser, fluoreszierenden Farbstoffen und der Kunststoffemulsion lassen die Tinte leuchten. Ein Prozent Farbstoff reicht, um die Tinte gelb zu machen. Für Pink werden 0,3 Prozent Farbstoff gebraucht.

Produktionsanlage

Rudi Hutt Winterbach. Das Familienunternehmen, 140 Mitarbeiter, baut seit 1966 Montageanlagen, in die andere Maschinen eingebaut sind. Die Anlage hat Rudi Hutt mit Auftraggeber Stabilo gemeinsam entwickelt. Inklusive Heißprägemaschine, die den schwarzen Schriftzug und den roten Schwan auf den Stift brennt.

Farbgranulat

Clariant Muttenz, Schweiz. Die Farbe für die Hülle des Stifts liefert Clariant, ein Schweizer Chemiekonzern, der 1995 vom Chemieriesen Sandoz abgespalten wurde und 1997 Teile der alten Hoechst AG schluckte. An 16 Standorten allein in Deutschland produziert Clariant. Die Granulate entstehen im Werk Lahnstein. Die für Blau und Grün werden zugekauft. Die für Rot und Gelb im Werk Höchst selbst hergestellt.

Abfüllmaschine

Bran+Luebbe Norderstedt. 80 Stifte kann die Dosieranlage der Marke Bran+Luebbe pro Minute füllen. In jeden spritzt sie sechs Gramm Tinte. Das reicht, um 375 Meter Wörter auf Papier zu markieren. Produziert wird die Maschine in Norderstedt. Die 250 Mitarbeiter stellen zwar noch Maschinen unter dem alten Namen her, gehören aber seit 2006 zum US-Konzern SPX. Der macht mit 15000 Mitarbeitern fast 5 Mrd. Dollar Umsatz im Jahr.

Tintenspeicher

Filtrona Reinbek. Sieht aus wie ein überdimensionaler Zigarettenfilter, saugt wie ein Schwamm Tinte auf. Die Filtrona-Vorgängerfirma wurde 1940 von den Brüdern Bunzl in England gegründet. Sie waren aus Österreich vor den Nazis geflohen, die ihre Fabrik enteignet hatten. Filtrona produziert auch Tintenspeicher für Druckerpatronen in den USA und in Deutschland.

Aus dem Magazin
Dieser Beitrag stammt aus der impulse-Ausgabe 04/2012.

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