Unternehmen Loewe: Ein Retter namens Zufall

Fernseh-Produktion bei Loewe

Fernseh-Produktion bei Loewe© Loewe

Die Rettung der Traditionsmarke Loewe durch eine Münchner Investorengruppe ist offenbar einem glücklichen Zufall zu verdanken. Investor Stefan Kalmund ließ sich bei einer Hauptversammlung vom Potenzial des Unternehmens überzeugen. Mit zwei ehemaligen Apple-Managern an der Spitze soll die Marke nun verjüngt werden und neue Käufergruppen in Russland und China erschließen.

Die Rettung der Traditionsmarke Loewe durch eine Münchner Investorengruppe ist offenbar einem glücklichen Zufall zu verdanken. „Ich besuche häufig Hauptversammlungen, um mir Firmen anzusehen, die für ein Investment  interessant sein könnten“, sagte der Münchner Investor Stefan Kalmund, 42, in einem Gespräch mit impulse. „Eher zufällig“ habe er auf Einladung seiner Bank ein Aktionärstreffen der Loewe AG besucht. Beeindruckt vom Potenzial der Marke und dem Management habe er danach einen Brief an Loewe-Vorstandschef Matthias Harsch geschrieben.

Zur Übernahme des Unternehmens sei es jedoch erst nach einem „sieben Monate dauernden, harten Kampf“ gekommen. Es habe viele Bieter gegeben und ein kompliziertes Geflecht von Beteiligten auf Loewe-Seite. Zum Kaufpreis machte er keine Angaben.

Anzeige

Kalmund erwarb das Unternehmen gemeinsam mit seinem Partner-Investor Constantin Sepmeier, 41. Nach dem Geschäft suchten die beiden Investoren dann einen Industrieexperten, der laut Kalmund weiß, „wie man den Fernseher baut, den sich die Leute schon lange von Apple wünschen.“ Auf Empfehlung von Branchenexperten stießen sie auf Jan Gesmar-Larsen, 53. Der Däne war in den 90er Jahren Europa-Chef von Apple.

 Loewe will neue Käufergruppen in Russland und China erschließen

Larsen beteiligt sich als Mitinvestor an der Übernahme wesentlicher Teile des Unternehmens. Als Beiratsvorsitzender soll er zusammen mit dem bisherigen Loewe-Chef Harsch vom neuen Unternehmenssitz München aus die strategische Neuausrichtung vorantreiben. Das Ziel sei, Home-Entertainment-Produkte zu entwickeln, die eine sehr viel breitere Käuferschicht ansprechen.

Harschs Nachfolger am bisherigen Produktionsstandort Kronach ist der ehemalige Apple- und Hewlett-Packard-Manager Peter Orre. Der 59-Jährige Schwede, bei Apple insbesondere für die Entwicklung innovativer Design-Produkte zuständig, soll als Geschäftsführer der New Loewe GmbH insbesondere dafür sorgen, jüngere Käufer für die TV- und Audiogeräte in Europa, Russland und China zu finden.

 

cover-februarMehr dazu lesen Sie im impulse-Magazin 02/14 (ab 30. Januar erhältlich)

Abonnenten erhalten die neueste Ausgabe jeden Monat frisch nach Hause geliefert. Und über die impulse-App für iOS- und Android-Geräte können Sie die neuen Ausgaben im PDF-Format herunterladen und bequem auf Tablet oder Smartphone lesen.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...