Unternehmen Loewe streicht fast jede fünfte Stelle

Der Loewe Art 40 SL LCD-Fernseher

Der Loewe Art 40 SL LCD-Fernseher© Loewe AG

Loewe ringt seit Jahren mit der Konkurrenz aus Asien. Fallende Preise und hohe Kosten machen dem TV-Hersteller zu schaffen. Nun werden massiv Stellen gestrichen und Gehälter gekürzt.

Der angeschlagene Fernsehhersteller Loewe entlässt fast jeden fünften Mitarbeiter. Das Unternehmen habe sich mit der Gewerkschaft IG Metall und dem Betriebsrat auf einen entsprechenden Sanierungsplan geeinigt, der den Abbau von 180 der derzeit rund 1000 Stellen ab April vorsieht, teilte Loewe am Montag in Kronach mit. Zudem verzichten die restlichen Mitarbeiter auf bis zu 10 Prozent ihres Gehalts.

Loewe hatte bereits Mitte Dezember einen Abbau von bis zu 190 Stellen angekündigt. Finanzielle Sicherheit soll eine Zahlungsgarantie mit den Banken bringen – mindestens bis Frühjahr 2014 bekommt das Unternehmen Geld. Investieren will es vor allem in neue Technologien sowie in den besseren Klang seiner Geräte.

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Die Franken kämpfen seit langem mit der harten Konkurrenz aus Asien.
Die meisten Fernseher kommen von Global Playern wie Samsung oder Panasonic. Hier wird in großen Stückzahlen produziert – und damit auch viel günstiger als in Deutschland. Hinzu kommen bei Loewe auch einige hausgemachte Probleme.

Zu lange hielten die Oberfranken dem Röhrenfernseher die Treue, verpassten den Siegeszug der flachen LCD- oder Plasma-Fernseher. 2012 hatte Loewe vor Zinsen und Steuern (EBIT) einen Verlust von fast 30 Millionen Euro verbucht.

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