Unternehmen Loewe verbucht höheren Verlust als erwartet

Absatzschwäche und ein scharfer Preiskampf setzen Loewe seit Jahren zu. 2012 verbuchte der Fernsehhersteller einen höheren Verlust als erwartet. Mit Personalabbau und Kostensenkungen soll das Traditionsunternehmen nun wieder in die Spur kommen.

Der Fernsehgerätehersteller Loewe hat im vergangenen Jahr einen noch höheren Verlust eingefahren als erwartet. Wie das Unternehmen im fränkischen Kronach mitteilte, lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei rund minus 29 Millionen Euro (Vorjahr: -10,5 Mio.. Noch im Dezember hatte der schwächelnde Elektronikhersteller ein EBIT-Minus von etwa 20 Millionen Euro für 2012 angekündigt. Doch schon im laufenden Geschäftsjahr will der Vorstand „bei einem leichten Umsatzwachstum wieder ein ausgeglichenes operatives Ergebnis“ erwirtschaften.

Der traditionsreiche Hersteller von Edelfernsehern leidet seit Jahren an dem Preisverfall bei modernen Flachbildschirmen. Der Umsatz brach nach den vorläufigen Zahlen in den vergangenen zwölf Monaten um rund neun Prozent auf 250 Millionen Euro ein. Als Grund für das zum Jahresende deutlich gestiegene EBIT-Minus nannte Loewe Rückstellungen für den Personalabbau in Kronach. „Loewe hat entsprechend den Bilanzierungsvorschriften damit Ausgaben, die erst 2013 getätigt werden, noch im Jahresabschluss 2012 berücksichtigt.“

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Wegen der schlechten Absatzzahlen hatte Loewe vor wenigen Wochen angekündigt, rund 190 Stellen abbauen zu wollen. Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen noch mehr als 1000 Mitarbeiter beschäftigt. Loewe will in allen Bereichen Personal- und Sachkosten senken, um wieder profitabel arbeiten zu können. Der Stellenabbau soll noch im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden. Für die betroffenen Mitarbeiter soll es eine Transfergesellschaft geben. Derzeit laufen darüber die Gespräche mit der IG Metall und dem Betriebsrat.

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