Anzeige Männerdomäne adé: Margret Suckale leitet künftig Chemie-Arbeitgeberverband

Margret Suckale, Arbeitsdirektorin und Mitglied des Vorstands bei BASF, soll neue Präsidentin des Chemie-Arbeitgeberverbands werden.

Margret Suckale, Arbeitsdirektorin und Mitglied des Vorstands bei BASF, soll neue Präsidentin des Chemie-Arbeitgeberverbands werden.© BASF

An der Spitze von Wirtschaftsverbänden saßen bisher fast ausnahmslos Männer. In der Chemieindustrie soll sich das nun ändern. Der mächtige Chemie-Arbeitgeberverband will an diesem Freitag eine Frau zur Präsidentin wählen.

Die Frauenquote ist gescheitert, dennoch tut sich etwas: Der mächtige Chemie-Arbeitgeberverband will sich an diesem Freitag eine Frau zur Präsidentin wählen – ein Novum für die Industrie mit ihren rund 550 000 Beschäftigten. Auch die Spitzen der anderen großen Wirtschaftsverbände sind bisher traditionell von Männern besetzt – bis auf ganz wenige Ausnahmen. Den Chemieverband führen soll künftig seine bisherige Vize-Chefin Margret Suckale, Vorstandsmitglied bei BASF.

Suckale hat sich bundesweit einen Namen erkämpft als Personalchefin der Bahn, die sie auch im beinhart geführten Tarifstreit mit den Lokomotivführern 2007/2008 vertrat. Zum weltgrößten Chemiekonzern BASF stieß die 57-Jährige vor vier Jahren, 2011 zog sie als erste Frau in der Unternehmensgeschichte in den Vorstand des Branchenprimus ein. Zuständig ist die Managerin unter anderem für das Personal. Zugleich verantwortet sie als Standortleiterin den BASF-Stammsitz in Ludwigshafen, der als größtes Chemiegelände der Welt gilt.

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Neben Suckale gab es bisher nur wenige Frauen, die in der Welt der Verbände das Sagen hatten – darunter Gabriele Sons, die von 2010 bis 2012 Hauptgeschäftsführerin beim Arbeitgeberverband Gesamtmetall war und Erika Emmerich, die von 1989 bis 1996 als Präsidentin dem Verband der Automobilindustrie (VDA) vorstand. Als erste Frau an der Spitze einer DGB-Gewerkschaft hat sich Monika Wulf-Mathies in den 80er Jahren hervorgetan. Zwölf Jahre führte sie die mächtige Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), die später in der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi aufging.

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