Unternehmen Mehr Schutz für Mittelstand im Internet

Die Präsenz der mittelständischen Unternehmen im Netz soll gestärkt werden. Die Bundesregierung will Firmen die Angst vor virtueller Kriminalität nehmen. Insbesondere kleinere Betriebe seien meist nicht ausreichend dagegen geschützt.

Die Angst vor Angriffen durch Hacker, Trojaner oder Datendiebe will das Bundeswirtschaftsministerium dem Mittelstand mit einer „Task Force IT-Sicherheit“ nehmen. Minister Rainer Brüderle (FDP) gab am Dienstag in Berlin den Startschuss für die neue Einrichtung. Sie soll Unternehmern helfen, einerseits ihre Aktivitäten in der virtuellen Welt zu verstärken, sich andererseits aber auch gegen Internet-Kriminalität abzusichern.

Die Task Force, die ihrerseits von einem Steuerkreis aus Fachleuten begleitet und beraten wird, soll die Mittelständler vor allem informieren. Brüderle sagte, vielfach seien sich die Unternehmen der Gefahren nicht bewusst, die in der Welt der Computer und Netze lauerten. „Studien zeigen, dass Datendiebstahl ein mittelständische Unternehmen im Einzelfall bis zu einer Million Euro kosten kann.“

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Nur jedes zehnte Unternehmen verfüge bisher über ein Sicherheitspaket zum Schutz vor Angriffen auf seine Computer oder Handys. Es gebe „schon viele Initiativen, Leitfäden und Checklisten. Mit der Task Force wollen wir den Angebots-Dschungel lichten und maßgeschneiderte Lösungen aufzeigen“, sagte der Minister.

Er selbst sei auch Internet-Kunde, da er meistens nur Zeit habe, wenn die richtigen Läden bereits geschlossen hätten, sagte der 65-jährige Minister. Er habe eine Firewall für seinen Heimcomputer und ändere oft seine Passwörter: „Da mache ich es manchmal auch ein bisschen komplizierter.“ Bis jetzt sei immer alles gut gegangen.

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