Unternehmen Metro erhält drittes Angebot für Tochter Kaufhof

Der Handelskonzern Metro kann zwischen drei Angeboten für seine Tochter Kaufhof wählen. Auch ein Konsortium um den ehemaligen KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban habe Metro eine Offerte vorgelegt.

Der Handelsriese Metro kann zwischen drei Angeboten für seine Tochter Kaufhof wählen. Auch ein Konsortium um den ehemaligen KarstadtQuelle-Chef Wolfgang Urban habe Metro eine Offerte vorgelegt, sagte ein Metro-Sprecher. Der Handelsriese befinde sich in Gesprächen mit Urban. Daneben liegen Metro auch Offerte des Milliardärs und Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen sowie des österreichischen Immobilien-Investors Rene Benko vor. Benko hatte der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, er wolle sowohl das operative Geschäft als auch die Kaufhof-Immobilien übernehmen.

Ein Berggruen-Sprecher hatte die Offerte bestätigt, wollte aber keine Details nennen. Urban hat aber zunächst nur nach einem Mehrheitsanteil an Kaufhof die Fühler ausgestreckt. „Das Angebot stammt von einem Konsortium großer deutscher Unternehmerfamilien. Wir wollen 51 Prozent von Kaufhof übernehmen, bei Bedarf auch 100 Prozent“, sagte er der Zeitung „Bild am Sonntag“. Metro hatte in der Vergangenheit indes immer wieder deutlich gemacht, dass sich der Konzern komplett vom Kaufhof trennen will.

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Der scheidende Chef des Mutterkonzerns Metro, Eckhard Cordes, setzt bei den Verhandlungen bislang offenbar vor allem auf die österreichische Immobilienfirma Signa. Wie das „Handelsblatt“ am Montag unter Berufung auf Informationen aus Verhandlungskreisen in seiner Online-Ausgabe berichtete, hat Cordes am vergangenen Mittwoch Details des Verkaufs mit Signa-Chef René Benko besprochen.

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