Unternehmen Metro-Großaktionär Haniel erleidet Milliardenverlust

Eine Filiale von Metro in Almaty, Kasachstan

Eine Filiale von Metro in Almaty, Kasachstan© Edda Schlager

Die Probleme beim Handelsriesen Metro belasten den Großaktionär Haniel. Das Familienunternehmen gab am Montag bekannt, 2012 rund 1,9 Milliarden Euro Verlust eingefahren zu haben. Der Familie droht nun die Streichung der Dividende.

Die Probleme des Handelskonzerns Metro haben beim Großaktionär Haniel einen Milliardenverlust nach sich gezogen. Das Familienunternehmen verzeichnete 2012 unter dem Strich ein Minus von 1,9 Milliarden Euro.

Das Ergebnis wurde unter anderem durch eine Wertberichtigung auf die verbliebenen Metro-Aktien von 1,2 Milliarden Euro belastet. 2011 hatte Haniel noch 236 Millionen Euro Gewinn erzielt. 2007 war das Familienunternehmen durch einen milliardenschweren Aktienzukauf zum wichtigsten Metro-Aktionär aufgestiegen. Aktuell hält es 30 Prozent. Metro stieg 2012 aus dem Dax ab.

Anzeige

Nach einem Gewinneinbruch bei dem Düsseldorfer Handelskonzern Metro droht der mehr als 600 Köpfe zählenden Unternehmerfamilie die komplette Streichung der Dividende. Das hatte der Chef des Familienclans, Franz Markus Haniel, bereits in einem Brief angekündigt, aus dem die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» im vergangenen Monat zitiert hatte. Damit müssten die Eigentümer des 1756 gegründeten Unternehmens zum ersten Mal in Friedenszeiten ohne Geld aus dem Unternehmen auskommen, so die Zeitung.

Hinterlassen Sie einen Kommentar

(Kommentare werden von der Redaktion montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr freigeschaltet)

Bitte beantworten Sie die Sicherheitsabfrage (Anti-Spam-Schutz): *Captcha loading...