Unternehmen Mitfahrzentrale für Events

Jeden Tag wagen Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Im Handelsregister finden sich die Geburtsurkunden ihrer Firmen. impulse stellt jeden Monat eine Gründung vor - ausgewählt nach dem Zufallsprinzip. Dieses Mal: Das Berliner Start-up "Gidsy".

Herr Dekker, Sie haben drei Sätze, um uns „Gidsy“ zu erklären.

Edial Dekker: Gidsy ist ein Marktplatz für Erlebnisse. Es geht bei uns nicht um Produkte, sondern um Aktivitäten – Stadtführungen, Kochkurse, Yogastunden, Billard-unterricht, Klavierstunden oder Workshops. Wir bringen Anbieter und Interessierte zusammen.

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Ein pensionierter Geschichtslehrer könnte Touristen durch die Stadt führen?

Dekker: Genau! Oder ein Hobbykoch einen Kurs im kleinen Kreis veranstalten! Hauptsache, Leute stellen etwas auf die Beine und nutzen ihre Talente. Ohne komplizierte Umwege wie teure Eventagenturen.

Wie sind Sie darauf gekommen?

Dekker: Wir wollten Pilze sammeln, hatten aber keine Ahnung, welche man essen darf und welche nicht. Es war so umständlich, einen Workshop zu finden. Wir dachten: Das müsste viel einfacher gehen.

In Berlin schießen gerade auch die Startups wie Pilze aus dem Boden.

Dekker: Eine gute Stadt für Firmen mit internationaler Perspektive. Es ist echt leicht, tolle Leute hierherzulocken: Unsere ersten beiden Programmierer zum Beispiel kommen aus Arizona und Rom. Wir selbst sind vor zwei Jahren aus Amsterdam hergezogen. Zudem ist Berlin im Moment unser wichtigster Markt – neben New York.

Sie sind drei Gründer. Wie verteilen Sie die Aufgaben?

Dekker: Floris kümmert sich viel um das Design der Seite, Philipp um die ganze Technik, und ich bin vor allem mit Espressomachen beschäftigt (lacht). Im Moment geht alles superschnell. Im November waren wir sechs Leute, jetzt sind wir schon zehn.

Gidsy ist bereits Ihre zweite Firma. Was ist anders als beim ersten Mal?

Dekker: Wir hatten vorher eine eigene Designagentur und haben für tolle Klienten wie Nokia und Universal Music gearbeitet. Doch am Ende ist man von deren Wünschen abhängig. Jetzt entscheiden wir alles selbst. Ein eigenes Produkt war immer unser Wunsch.

Wo stehen Sie in einem Jahr?

Dekker: Wir wissen noch nicht, was in sechs Monaten ist! Mein Traum: mit Gidsy eine Plattform zu schaffen, von der Leute leben können.

Aus dem Magazin
Dieser Beitrag stammt aus der impulse-Ausgabe 01/2012.

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