Unternehmen Mittelständler verpassen große Geschäfts-Chancen in Nordafrika

Vor allem Ägypten und Tunesien bieten gute Voraussetzungen. Handelskammer-Vertreter vor Ort sehen unbegründete Furcht vor Instabilität.

Die deutschen Mittelständler lassen viele Geschäftschancen in Nordafrika ungenutzt. Darauf hat der Chef der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammerin Kairo, Rainer Herret, in einem Gespräch mit impulse (Ausgabe 5/2011, EVT 28. April) hingewiesen: „Vor allem der Mittelstand macht gerade einen Bogen um die Region.“ Aus der Ferne erscheine die Lage vielen Unternehmern wohl zu unübersichtlich. Firmen wie der Keramikhersteller Duravit und der Autozulieferer Leoni, die bereits vor Ort unternehmerisch aktiv sind, berichteten davon, dass „längst wieder business as usual herrsche“. Andere Unternehmen expandierten sogar.

Auch aus Tunesien ist ähnliches zu hören. So habe sich „das Gefüge zum Vorteil der deutschen Beziehungen verlagert“, berichtet die Außenhandelskammer in Tunis. Und ergänzt: „Diesen Vorteil gilt es jetzt zu nutzen, um den Fuß nicht nur in das geöffnete Tor Tunesiens zu bekommen, sondern dieses auch zu durchschreiten.“ Die Handelskammer will jetzt mit einer Roadshow durch zwölf deutsche Städte den zögernden Mittelstand gewinnen.

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Dieser Beitrag stammt aus der impulse-Ausgabe 05/2011.

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