Unternehmen Modeunternehmen Strenesse in finanziellen Schwierigkeiten

Angespannte Lage bei Strenesse: Das Modeunternehmen kann eine Anleihe in Millionenhöhe nicht zurückzahlen und muss seine Gläubiger um Zahlungsaufschub bitten.

Das Modeunternehmen Strenesse hat Probleme mit der Rückzahlung einer Zwölf-Millionen-Euro-Anleihe. Das Unternehmen aus dem schwäbischen Nördlingen hat die Gläubiger deswegen für den 20. Februar zu einer Gläubigerversammlung eingeladen. Auf dieser sollen die Kreditgeber der Strenesse AG gebeten werden, auf die für Mitte März fällige Rückzahlung der Schuldverschreibung zu verzichten, wie aus der Einladung hervorgeht. Über die Gläubigerversammlung bei dem Designermode-Hersteller hatte zunächst der „Spiegel“ berichtet.

Als Grund für den angepeilten Zahlungsaufschub gab das Unternehmen an, dass die Bemühungen zur Refinanzierung der Anleihe nicht erfolgreich gewesen seien. Vor dem Hintergrund der jüngsten Geschäftsentwicklung und der angespannten Liquiditätslage werde eine Verlängerung der Laufzeit um drei Jahre angepeilt.

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Das Unternehmen, das sich mehrheitlich noch im Besitz der Gründerfamilie Strehle befindet, hatte die mit neun Prozent verzinste Anleihe im Umfang von 12 Millionen Euro im März 2013 ausgegeben. Damals hieß es, dass Geld werde zur Ablösung von alten Verbindlichkeiten, zur Forcierung der Neuausrichtung sowie für das Wachstum des Unternehmens eingesetzt. Nun sollen die Gläubiger bei der Versammlung über ein Restrukturierungskonzept, „das profitables Wachstum und eine wesentlich verbesserte Finanzsituation in den kommenden Jahren“ ermögliche, informiert werden.

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