Unternehmen Neue Wirtschaftsliteratur: „Marke ohne Mythos“

Wer eine Marke pflegen will, braucht dafür keine Werbeagenturen, die mitunter für viel Geld einen Mythos schaffen wollen. So lautet die Botschaft der Markensoziologen Arnd Zschiesche und Oliver Errichiello in ihrem Buch "Marke ohne Mythos". Darin sagen sie auch, worauf es stattdessen ankommt.

Buchcover zu Marke ohne Mythos
Marke ohne Mythos


Das erste ehrliche Markenbuch oder warum so viele Menschen einen MINI brauchen

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Arnd Zschiesche und Oliver Errichiello


Gabal, 280 Seiten, 29,90 Euro


Inspiration ♦♦♦♦♦
Nutzwert ♦♦♦♦
Lesbarkeit ♦♦♦♦♦

In manchen Branchen übertreffen sich die Hersteller mit immer ausgefalleneren Kampagnen. Beim Zuschauer bleibt meist das Gefühl: tolle Werbung. Aber wofür war die noch mal? „Werbung ist keine Kunst. Werbung ist keine Unterhaltung. Werbung ist Werbung“, schreiben Arnd Zschiesche und Oliver Errichiello.

Wenn Fernsehspots und Anzeigen zum Selbstzweck werden, leidet die Marke. Wer sie pflegen will, soll gute Produkte verkaufen und darüber sprechen, so die nicht gerade neue Botschaft der beiden Markensoziologen. Dafür brauchen Unternehmen keine Agenturen, die für viel Geld aus nichts einen Mythos schaffen wollen, sondern Ausdauer und den Mut zur Wiederholung. So wie BMW es mit dem Mini gemacht hat: Schon der ursprüngliche Mini war mit den runden Scheinwerfern und dem riesigen Tacho im Armaturenbrett ein Auto für Individualisten. Das alles hat BMW nur sachte modernisiert und das Wiedererkennbare bewahrt.

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