Unternehmen Nur Leistung soll belohnt werden

Jedes Kind bekommt ein gleich großes Stück vom Unternehmenskuchen - von wegen. Die Kinder selbst wollen es nicht so. Nur die, die Verantwortung übernehmen, sollen Anteile erhalten. Das zeigt der dritte Teil der impulse-Studie zu Deutschlands nächster Unternehmergeneration.

Deutschlands Unternehmerkinder halten eine Vermischung von Familien- und Unternehmensinteressen mehrheitlich für falsch. Dementsprechend votieren knapp zwei Drittel von ihnen (65,6 Prozent) für eine klare Trennung von Familien- und Unternehmensbelangen. Dies zeigen die Ergebnisse der Studie zu Deutschlands nächster Unternehmergeneration, an der sich über 200 Jugendliche und junge Erwachsene aus Unternehmerfamilien im Alter zwischen 16 und 35 Jahren beteiligten. Die bislang umfassendste Studie dieser Art wurde von impulse gemeinsam mit der Zeppelin Universität und der Stiftung Familienunternehmen mit Unterstützung von Sal. Oppenheim initiiert. Der mittlerweile dritte Teil der Ergebnisse wird am 28. Oktober in der aktuellen impulse-Ausgabe vorgestellt.

Der Untersuchung zufolge herrscht unter den Befragten auch überwiegend Einigkeit darüber, dass Unternehmerkinder erst dann Anteile erhalten sollen, wenn sie in das Unternehmen eintreten (56,9 Prozent). Gut 28 Prozent der teilnehmenden Unternehmerkinder finden es völlig in Ordnung, dass die Unternehmerkinder, die nicht in das Unternehmen einsteigen, auch keine Anteile erhalten.

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Damit Auseinandersetzungen beim Ausscheiden aus dem Unternehmen gar nicht erst entstehen können, sind drei Viertel (75,4 Prozent) für klare Kriterien, wie ein Familienmitglied das Unternehmen verlassen kann. Ähnlich viele (76,4 Prozent) finden auch unterschiedliche Einkommensvereinbarungen für Familienmitglieder völlig in Ordnung. „Leistungsgerechtigkeit ist unter Unternehmerkindern sehr ausgeprägt. Die Mehrheit ist dagegen, dass Kinder gleiche Anteile am Unternehmen bekommen“, erläutert der wissenschaftliche Leiter der Studie, Prof. Dr. Reinhard Prügl von der Zeppelin Universität. „Die nächste Unternehmergeneration ist ausgesprochen leistungsorientiert“, ergänzt impulse-Chefredakteur Nikolaus Förster.

Die Studie „Deutschlands nächste Unternehmer-Generation“

Die über 200 Unternehmerkinder im Alter zwischen 16 und 35 Jahren wurden zu 130 Punkten befragt. 42 Prozent der Befragten vertreten Unternehmen, die seit drei oder mehr Generationen in Familienhand sind. Ein Fünftel der Firmen setzt mehr als 100 Millionen um. 53 Prozent beschäftigen mindestens 250 Mitarbeiter, 19 Prozent mehr als 1.000 Mitarbeiter. impulse wird zusammen mit der Stiftung Familienunternehmen und der Zeppelin Universität die kompletten Ergebnisse Ende Oktober 2010 als wissenschaftliche Studie veröffentlichen.

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Den ganzen Artikel lesen Sie in der am Donnerstag erscheinenden impulse-Ausgabe 11/2010.

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