Unternehmen Panamera rettet Porsche das Geschäft

Dank der neuen Limousine erzielt der Sportwagenbauer den höchsten Umsatz der Geschichte. Doch Porsche sorgt sich um das wichtige Kultmodell 911er. Der Absatz des margenstraken Wagens bricht um über ein Viertel ein.

Mit Hilfe des neuen Panamera erzielte der Sportwagenbauer den besten Umsatz in der Unternehmensgeschichte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr, das am 31. Juli endete, steigerte Porsche den Umsatz nach vorläufigen Zahlen um fast 18 Prozent auf 7,8 Mrd. Euro. Das teilte der Konzern im Mittwoch mit. Der Absatz mit Sport- und Geländewagen stieg um neun Prozent auf 81.850 Fahrzeuge.

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Der scheidende Chef Michael Macht zeigte sich zuversichtlich: „Porsche wird den positiven Trend auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen.“ Die Porsche-Aktie drehte nach den Zahlen ins Plus und notierte gut ein Prozent höher. „Die Zahlen sind ordentlich, Ausblick prima, kann man nicht meckern“, sagte ein Händler.

Angaben zum Ergebnis machte Macht nicht. Im Vorjahr hatte der operative Gewinn im Autogeschäft bei 700 Mio. Euro gelegen. Die gesamte Bilanz will Porsche bei einer Pressekonferenz am 19. Oktober präsentieren.

Das wird dann bereits die Aufgabe des neuen Porsche-Chefs Matthias Müller sein, der zum 1. Oktober seinen Posten antritt. Macht wechselt als Produktionschef in den VW-Vorstand. Nach der verlorenen Übernahmeschlacht mit Volkswagen wird Porsche derzeit in den Wolfsburger Konzern integriert. Die Verschmelzung soll 2011 abgeschlossen werden.

Mit dem Panamera glich Porsche die enormen Verluste beim wichtigsten und margenstarken Modell 911er aus. Der Sportwagen musste einen Einbruch um 27,4 Prozent auf unter 20.000 Exemplare verkraften. Beim kleinen Boxster und dem Geländewagen Cayenne ging es ebenfalls bergab.

Während Porsche in seinen Stammmärkten in Europa und Nordamerika nur sehr geringe Zuwächse verzeichnete, steigerte der Konzern seinen Absatz in anderen Regionen kräftig. Allein in China stiegen die Verkäufe um fast um die Hälfte auf 11.724 Fahrzeuge.

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