Unternehmen Paukenschlag bei Beiersdorf

Kurz vor Jahresende senkt der Hamburger Kosmetikkonzern seine Prognose - und trennt sich von seinem Finanzvorstand. Der Börse gefallen diese Nachrichten gar nicht. Die Beiersdorf-Aktie verliert kräftig.

Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf hat kurz vor Jahresende seine Prognose für 2010 gesenkt. Umfangreiche Investitionen für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit machten jetzt nur noch eine Ebit-Umsatzrendite von rund neun Prozent möglich, teilte der im DAX notierte Konzern am Freitag mit.

Noch bei der Vorlage der Neunmonatszahlen Anfang November hatte der Vorstand rund elf Prozent für möglich gehalten. Die Ebit-Umsatzrendite ist das Verhältnis des operativem Ergebnisses (Ebit) zum Umsatz.

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Gleichzeitig gab Beiersdorf bekannt, dass Bernhard Düttmann, im Vorstand verantwortlich für Finanzen und Personal, zu Beginn des kommenden Jahres das Unternehmen verlassen werde. Als Nachfolger sei bereits Ulrich Schmidt bestimmt worden. Er leitet bisher das Geschäft in Osteuropa. Als weiteres Vorstandsmitglied wurde der Türke Ümit Subasi berufen, der sich um die Wachstumsregionen Lateinamerika, Indien, Afrika, den Mittleren Osten sowie die Türkei und Russland kümmern soll.

Zugleich revidierte der Konzern auch seine Prognose für das zu erwartende Umsatzwachstum. Nach einem Erlösplus von bislang drei Prozent werde nun nur noch mit einem Anstieg zwischen zwei und drei Prozent gerechnet, hieß es.

Die Beiersdorf-Aktie sackte bis zu 5,5 Prozent ab und notierte zuletzt 3,1 Prozent schwächer als am Donnerstag.

Im Unternehmensbereich Consumer hält der Vorstand aktuell noch ein Umsatzwachstum von ein bis zwei Prozent nach bislang erhofften rund zwei Prozent für möglich. Die Ebit-Umsatzrendite dieser Sparte wird bei acht bis neun Prozent erwartet nach zuletzt prognostizierten mehr als elf Prozent. Die Prognose für die Klebstoffsparte bekräftigte der Vorstand.

Der am Freitag vom Aufsichtsrat bewilligte Umbau bezieht sich auf die Sparte Consumer. Die Investitionen sind für die Haut- und Körperpflegemarken, die globale Straffung und Anpassung des Produkt-Portfolios sowie die Neuausrichtung von regionalen Strukturen bestimmt.

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