Unternehmen Pflegeheimbetreiber Marseille will IT-Berater werden

Der Hauptsitz der Marseille AG in Hamburg.

Der Hauptsitz der Marseille AG in Hamburg. © Marseille AG

Abschied vom Kerngeschäft: Der Pflegeheimbetreiber Marseille soll zum IT-Haus werden, sagt Mehrheitseigner Ulrich Marseille. Im Herbst stimmt die Hauptversammlung über seine Umbaupläne ab.

Der Pflegeheimbetreiber Marseille-Kliniken erwägt den Abschied von seinem Kerngeschäft und will sich als IT-Beratungsunternehmen neu aufstellen. „Ich will das Unternehmen umstrukturieren in Richtung eines Beratungs- und IT-Hauses“, sagte Mehrheitseigner Ulrich Marseille dem „Handelsblatt“.

Eine neue Software zur Steuerung von Betriebsabläufen und Datenerfassung in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen könnte die Grundlage für eine neue Geschäftseinheit werden, sagte Marseille. Die auf SAP basierende Software hat eine Firma von Marseille entwickelt.
Das Pflegegeschäft könnte laut Marseille mittelfristig abgespalten oder verkauft werden. Im Herbst solle die Hauptversammlung über den erweiterten Unternehmenszweck abstimmen.

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Die neue Software könne großen Organisationen wie Caritas, Rotes Kreuz und Arbeiterwohlfahrt helfen, interne Abläufe effizienter zu gestalten und der gesetzlich geforderten Dokumentationspflicht gerecht zu werden. Die Marseille Kliniken erzielten zuletzt mit 57 Pflegeheimen und Serviceleistungen in der ambulanten Pflege einen Jahresumsatz von 195 Millionen Euro und einen Betriebsgewinn von gut elf Millionen Euro

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