Unternehmen Playmobil will im Jubiläumsjahr fünf eigene Läden eröffnen

Playmobil will eigene Geschäfte eröffnen.

Playmobil will eigene Geschäfte eröffnen.© geobra Brandstätter GmbH & Co. KG

Seit 40 Jahren gibt es die kleinen Playmobil-Männchen schon, ständig kommen neue Figuren dazu. Doch viele Kinder bekommen diese nicht mehr zu Gesicht - weil Spielzeugläden aus den Innenstädten verschwinden. Die Franken wollen der Entwicklung jetzt mit eigenen Shops begegnen.

Der Playmobil-Hersteller geobra Brandstätter will im 40. Jahr seines Bestehens eigene Läden in fünf deutschen Ballungszentren eröffnen. „Damit tragen wir der Tatsache Rechnung, dass sich der Fachhandel immer mehr aus den Innenstädten verabschiedet“, begründete Geschäftsführerin Andrea Schauer den Schritt. Zwar sei dies nicht das Kerngeschäft des Unternehmens. „Uns ist aber wichtig, dass die Kinder Playmobil im Original sehen.“

Im vergangenen Jahr hatten die Franken in München bereits ein erstes Geschäft in Eigenregie eröffnet – mit Erfolg: 2013 hatten vor allem das Shoppingcenter für Mädchen und das Asia-Drachenland für Jungs den Umsatz um vier Prozent auf den Rekordwert von 552 Millionen Euro getrieben. In Deutschland erreichte Playmobil mit einem Umsatzplus von 2,3 Prozent einen Marktanteil von 7,5 Prozent und liegt damit auf Platz drei hinter Lego und Mattel, die unter anderem Matchbox-Autos und Barbie-Puppen vertreiben.

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Umsatz in europäischen Krisenländern legte zu

Im Ausland, wo Playmobil inzwischen fast drei Viertel des Umsatzes erwirtschaftet, liefen die Geschäfte unterschiedlich. „Ein paar Länder haben uns nicht so begeistert“, räumte Schauer ein, dort sei der Umsatz unter dem des Vorjahres geblieben. Dafür legten die südeuropäischen Krisenländer Spanien, Griechenland und Italien kräftig zu. Eltern kauften in schweren Zeiten lieber ein qualitativ hochwertiges Spielzeug als viele günstige, erklärte Schauer das Phänomen.

Zum Ertrag machte das Familienunternehmen keine genauen Angaben. Schauer sagte jedoch: „Wir sind sehr zufrieden.“ Zwar habe man ein bisschen nachgelassen, doch dies werde durch laufende und geplante Investitionen aufgefangen. „Es ist eine kommode Situation – mit der können wir gut leben, und die müsste keinen Industrievergleich scheuen.“

Der Umsatz der gesamten Gruppe, zu der noch der Pflanzgefäß-Hersteller Lechuza (Umsatz: 47,5 Mio) und der Playmobil Fun-Park am Firmensitz in Zirndorf gehören, lag bei 612 Millionen Euro (plus 3,5 Prozent). Weltweit arbeiten für Geobra Brandstätter knapp 4100 Menschen, davon 2300 in Deutschland.

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