Unternehmen Porsche-Betriebsratschef droht Arbeitgebern mit „Streiksommer“

Fertigung im Porsche-Werk Stuttgart

Fertigung im Porsche-Werk Stuttgart© Porsche

Laute Töne im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie: Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück kündigt mögliche Arbeitskämpfe ab Juni an. Das Angebot der Arbeitgeber sei „eine Frechheit“. Wie bei einer Zahnpastatube werde man solange drücken, bis oben ordentlich etwas rauskomme.

 

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Im Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie hat Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück den Arbeitgebern mit einem „Streiksommer“ gedroht. „Das Angebot der Arbeitgeber ist eine Frechheit und respektlos den fleißigen Mitarbeitern gegenüber, die Milliardengewinne erarbeitet haben“, sagte Hück der „Bild“-Zeitung. Wenn bis Pfingsten keine Einigung erzielt sei, würde eine Urabstimmung der Gewerkschaftsmitglieder abgehalten, ab Juni könnte es dann einen Arbeitskampf geben.

„Dann hätten wir einen heißen Streiksommer für soziale Gerechtigkeit, der sich gewaschen hat“, sagte Hück der Zeitung. Wie bei einer Zahnpastatube werde man solange drücken, bis oben ordentlich etwas rauskomme. Der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall-Arbeitgeber, Bertram Brossardt, wies in der Zeitung die Streikdrohung zurück und forderte die IG Metall zum Einlenken auf. „Unser Angebot ist vernünftig und fair.“

Erste Arbeitsniederlegungen in NRW

Tausende Beschäftigte in fast allen Teilen Nordrhein-Westfalens wollten laut IG Metall am (heutigen) Montag in einen Warnstreik treten und damit den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Im Tarifbezirk Küste begannen die Arbeitsniederlegungen bereits am Morgen, geplant waren dort Aktionen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen.

Die IG Metall fordert für die rund 3,7 Millionen Beschäftigten der Schlüsselbranche 5,5 Prozent mehr Geld für 12 Monate. Die Arbeitgeber haben nach zwei Nullmonaten 2,3 Prozent mehr bei 13 Monaten Laufzeit geboten. Die Verhandlungen gehen am Dienstag (7. Mai) zunächst im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg weiter.

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