Unternehmen Post spürt Konjunkturflaute

Deutsche Post, Briefe, Briefträger

Ein Briefträger der Deutscher Post bei der Arbeit© Deutsche Post DHL

Auch die Post ist nicht immun gegen die Wirtschaftskrise: Der „gelbe Riese“ wächst langsamer. Doch das höhere Briefporto und der boomende Online-Handel halten den Konzern auf Kurs.

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Die Konjunkturflaute geht auch an der Deutschen Post nicht spurlos vorbei. Das Wachstum des Logistikkonzerns schwächte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich ab. Die Portoerhöhungen zum Jahresanfang, der boomende Internethandel und das florierende internationale Expressgeschäft sicherten dem Konzern aber zumindest ein leichtes Umsatzplus.

Dem Konzern sei angesichts der Wirtschaftsturbulenzen ein „solider Jahresauftakt“ gelungen, betonte Konzernchef Frank Appel in dem am Dienstag vorgelegten Quartalsbericht. Insgesamt stieg der Umsatz zwischen Januar und März um 0,6 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Zum

Vergleich: Im Gesamtjahr 2012 hatte der Konzern noch mit einem Wachstum von mehr als 5 Prozent geglänzt. Dank eines straffen Kostenmanagements gelang es dem Unternehmen aber dennoch, im ersten Quartal das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebit) um 2,9 Prozent auf 711 Millionen Euro zu steigern.

Der Konzerngewinn fiel mit 498 Millionen Euro um 5,9 Prozent niedriger aus als im ersten Quartal 2012. Allerdings sei das Vorjahresergebnis durch Einmaleffekte aus dem Postbankverkauf aufgebläht worden, betonte die Post. Bereinigt liege das Nettoergebnis um 45 Prozent über dem Vorjahr.

Post profitiert von Portoerhöhung und Internetboom

In Deutschland profitierte der Konzern von der zum Jahresanfang in Kraft getretenen Portoerhöhung und dem Internetboom, der im Paketgeschäft für ein anhaltend starkes Volumen- und Umsatzwachstum sorgte. Dies glich den anhaltenden Rückgang im klassischen Briefgeschäft mehr als aus. Das Wachstum des E-Commerce werde die nächsten fünf bis sieben Jahre anhalten, prognostizierte die Post. Im internationalen Expressgeschäft kam dem Konzern seine starke Marktposition in den dynamischen Wachstumsregionen Asiens zugute. Das Speditionsgeschäft litt dagegen unter der Konjunkturschwäche. Vor allem in der Luftfracht waren die Umsätze rückläufig.

Der Konzern bekräftigte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr und erwartet für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern unverändert einen weiteren Anstieg auf 2,7 bis 2,95 Milliarden Euro. Auch über das laufende Jahr hinaus sei das Unternehmen weiter zuversichtlich, sagte Appel.

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