Unternehmen „Rekordergebnisse“ für LinkedIn

Ein Büro von LinkedIn

Ein Büro von LinkedIn

Zehn Jahre nach der Gründung hebt des Business-Netzwerk LinkedIn bei Umsatz und Gewinn richtig ab. Trotzdem sind die Investoren an der Börse nicht zufrieden, denn der Ausblick auf das kommende Quartal fällt zurückhaltend aus.

Der amerikanische Xing-Konkurrent LinkedIn legt ein atemberaubendes Tempo an den Tag. Im ersten Quartal schoss der Umsatz um 72 Prozent auf 325 Millionen Dollar (249 Mio Euro) in die Höhe. Davon blieben als Gewinn unterm Strich 23 Millionen Dollar übrig – fast fünf Mal soviel wie im Vorjahreszeitraum.

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Bei den aktuellen Zahlen handele es sich um Rekordergebnisse, erklärte Firmenchef Jeff Weiner am Donnerstag am Sitz im kalifornischen Mountain View. LinkedIn ist ein auf Geschäftskontakte ausgerichtetes Online-Netzwerk mit inzwischen 218 Millionen Mitgliedern. Einnahmequellen sind etwa Gebühren für Premium-Mitgliedschaften oder die Personalsuche.

Zum Vergleich: Der deutsche Rivale Xing hat 13 Millionen Mitglieder, knapp die Hälfte davon im deutschsprachigen Raum.
Facebook als weltgrößtes soziales Netzwerk hat 1,11 Milliarden Nutzer, ist allerdings auf Freunde und Familie ausgelegt und verdient sein Geld großteils mit Werbung.

Aktieneinbruch trotz Wachstum

Trotz des rasanten Wachstums stürzte die LinkedIn-Aktie nachbörslich um 10 Prozent ab. Grund war der Ausblick, der den Anlegern zu zurückhaltend war. Mit 180 Dollar ist die Aktie aber immer noch vier Mal so teuer wie zum Börsengang im Jahr 2011.

LinkedIn war vor zehn Jahren am 5. Mai 2003 in Santa Monica gestartet worden. Zum Gründungsteam um Reid Hoffman gehört auch der Deutsche Unternehmer Konstantin Guericke, der heute im kalifornischen Silicon Valley vor allem als Investor und Berater («Business Angel») aktiv ist

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