Unternehmen Roboterhersteller Kuka glänzt mit Rekordzahlen

Die Autokrise in Europa bereitet Kuka keine Sorgen. Der Roboterbauer sitzt auf vollen Auftragsbüchern. 2012 verbuchten die Augsburger Rekordwerte. Vor allem der weltweite Autoboom und der Trend zu mehr Automatisierung in der Produktion lässt die Kassen klingeln.

Der Roboterbauer Kuka hat 2012 erneut Bestwerte verbucht. Die Augsburger profitierten vor allem von der großen Autonachfrage gerade in Übersee, die etliche Hersteller in neue Maschinen investieren lässt. Und auch künftig erwartet der Konzern Wachstum, eine Prognose für das neue Jahr wird es aber erst mit der kompletten Bilanz im März geben. „Kuka ist auf gutem Kurs, seinen Platz in der Automatisierungswelt auszubauen“, sagte Vorstandschef Till Reuter am Dienstag in Augsburg.

2012 kletterte der Umsatz um gut 21 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro, ein neuer Rekord. Vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdiente Kuka knapp 110 Millionen Euro und knackte damit erstmals die Marke von 100 Millionen Euro. Das Auftragsbuch ist mit Bestellungen im Wert von fast 910 Millionen Euro prall gefüllt und verspricht für die kommenden Monate eine hohe Auslastung bei den Schwaben, die einen großen Teil ihres Geschäfts mit Robotern für die Autoindustrie machen.

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Kuka profitiert vor allem von Investitionen der Hersteller in Werke, die etwa für Nordamerika oder den wachsenden Markt in Schwellenländern produzieren, während auf vielen europäischen Märkten Flaute herrscht. Allerdings will Kuka durch den Ausbau des übrigen Industriegeschäfts die Abhängigkeit von der konjunkturanfälligen Branche schrittweise verringern, dabei aber die führende Position bei den Autos verteidigen.

Angesichts der großen Nachfrage nach Industrierobotern weitet Kuka seine Produktion in Augsburg und in Ungarn aus. Zudem errichtet der Konzern seit Mitte Oktober in China eine weitere Roboter-Fabrik. Das Werk soll die Produktion in der zweiten Jahreshälfte 2013 starten.

Dieser Ausbau macht sich auch bei den Jobs bemerkbar: Insgesamt beschäftigt der Konzern weltweit rund 7260 Menschen, gut 10 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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