Unternehmen Rückschlag für Deutschlands Maschinenbauer

Eine CNC-Maschine

Eine CNC-Maschine© Alterfalter - Fotolia.com

Nach dem Lichtblick im April müssen Deutschlands Maschinenbauer wieder einen Dämpfer hinnehmen. Der Mai lief schlechter als erhofft. Nun setzt die Branche auf Impulse aus dem Ausland.

Rückschlag für Deutschlands Maschinenbauer: Im Mai lagen die Auftragseingänge preisbereinigt (real) um fünf Prozent unter dem Vorjahreswert, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Freitag in Frankfurt bekanntgab. „Während die Nachfrage aus dem Ausland ihr Vorjahresniveau immerhin halten konnte, enttäuschten die Inlandsbestellungen mit minus 14 Prozent auf der ganzen Linie“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers das Ergebnis in einer Mitteilung.

Im April hatte die exportorientierte deutsche Schlüsselindustrie Hoffnung geschöpft: Erstmals im laufenden Jahr waren wieder mehr Aufträge eingegangen als im Vorjahresmonat. Im April 2013 hatten die Bestellungen das Vorjahresergebnis um real acht Prozent übertroffen.

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Im Geschäft mit Investitionsgütern wie Anlagen und Maschinen seien Schwankungen von Monat zu Monat nicht ungewöhnlich, erklärte VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. „Nichtsdestotrotz: Der Mai war ein schwacher Monat, wir hatten uns mehr erhofft.“

Wachstumstreiber Südostasien und USA

Wortmann erklärte: „Das Auslandsgeschäft hat noch nicht richtig durchgezogen. Wenn das erstmal Impulse setzt, dann zieht auch das Inlandsgeschäft nach.“ Wachstumstreiber für die nächsten Monaten dürften nach Einschätzung des Verbandes vor allem die aufstrebenden Volkswirtschaften Südostasiens und die USA sein.

Auch Europa bleibt – trotz anhaltender Schuldenkrise – ein wichtiger Absatzmarkt für Maschinen und Anlagen „Made in Germany“: Von Januar bis einschließlich Mai 2013 lagen die Bestellungen aus dem Euroraum nach Wortmanns Angaben um sieben Prozent über dem – allerdings schwachen – Vorjahreszeitraum. Außerhalb der Eurozone kamen Deutschlands Maschinen- und Anlagenbauer auf ein Orderplus von einem Prozent. „Wir haben Europa nicht abgeschrieben, wir brauchen es auch nicht abschreiben, da kommt was“, betonte Wortmann.

Insgesamt verzeichnete die Branche von Januar bis Ende Mai bei den Bestellungen aus dem Ausland ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, im Inlandgeschäft gab es ein Minus von sechs Prozent. Für das Gesamtjahr erwartet der VDMA in der deutschen Schlüsselbranche unverändert ein Produktionsplus von zwei Prozent.

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