Unternehmen Schifffahrt plagt zweistelliges Minus

Fest in der Zange der Krise: Der Gütertransport auf dem Seeweg und in der Binnenschifffahrt ist im Auftaktsquartal zweistellig eingebrochen. Am schlimmsten traf es den Warenaustausch mit dem Ausland.

Die Wirtschaftskrise hinterlässt in der Schifffahrt immer deutlichere Spuren. Im ersten Quartal 2009 gingen die auf deutschen Binnenwasserstraßen beförderte Gütermenge und der Seegüterumschlag deutscher Häfen jeweils um rund 19 Prozent zurück, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit.

Die stärksten prozentualen Rückgänge wurden nach dem nur in der Binnenschifffahrt relevanten Durchgangsverkehr beim Versand ins Ausland registriert. Die auf Binnenschiffen über die deutsche Grenze beförderte Gütermenge sank demnach um 24 Prozent, im Seeverkehr lag der Rückgang der für das Ausland bestimmten Waren bei fast 22 Prozent.

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In absoluten Zahlen nahm der Empfang von Gütern aus dem Ausland am stärksten ab: Hier gab es ein Minus von 4,1 Millionen Tonnen bei der Binnenschifffahrt und von 8,7 Millionen Tonnen im Seeverkehr.

Der Absturz der Weltwirtschaft erschüttert die Containerschifffahrt wie selten zuvor. Die gesamte Branche sitzt auf Überkapazitäten, die vor allem durch die Gier nach schnellem Profit entstanden ist. Nun droht der maritimen Wirtschaft von Reedern über Schiffsbanken und Emissionshäusern bis hin zu Werften und Zulieferern ein Milliardenkollaps. Sogar eine ganze Region ist bedroht: Fast die Hälfte der weltweiten Containerflotte wird von Norddeutschland aus kontrolliert.

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