Unternehmen Schlag auf Schlag

Horst Kaireit - Veranstalter der Karate-Weltmeisterschaft 2014 in Bremen

Horst Kaireit - Veranstalter der Karate-Weltmeisterschaft 2014 in Bremen

Jeden Tag wagen Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Im Handelsregister finden sich die Geburtsurkunden ihrer Firmen. impulse stellt jeden Monat eine Gründung vor - ausgewählt nach dem Zufallsprinzip. Heute: Die Organisation der Karate-Weltmeisterschaft.

Herr Kaireit, wo erreiche ich Sie gerade?

Horst Kaireit: Ich bin in einem meiner Sonnenstudios. Moment, ich setze mich kurz in einen Sessel.

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Ihnen gehören acht Sonnenstudios. Jetzt haben Sie noch eine GmbH gegründet, um die ­Karate-Weltmeisterschaft zu organisieren. Wie wollen Sie das unter einen Hut bekommen?

Kaireit: Wir haben vor neun Jahren die EM hier in Bremen veranstaltet. Ich weiß also schon, was auf mich ­zukommt. Im letzten halben Jahr vor der WM 2014 ist Tag- und Nachtarbeit angesagt. Ich werde dann mehr an meine Studioleiter delegieren, sodass ich mich rausziehen und die WM organisieren kann. Diese Chance kommt nur einmal im Leben.

Sportliebhaber gibt es viele, aber nur wenige veranstalten gleich eine WM auf eigenes unternehmerisches Risiko. Wie kommt’s?

Kaireit: Ich gehöre ja zur Beckenbauer-Generation (lacht), 1976 waren wir deutsche Mannschaftsmeister im Karate. Ich habe durch den Sport so viel Positives erfahren, habe gelernt, mich durchzusetzen, und weltweit Kontakte geknüpft. Jetzt will ich dem ­Karate etwas zurückgeben. Wir sind zum Beispiel immer noch keine olympische Sportart, obwohl wir in 186 Ländern organisiert sind. Da will ich ein Mosaiksteinchen dazu beitragen, dass sich das ändert.

Ihre Eltern hatten eine Aalräucherei in Bremerhaven. Warum haben Sie die nicht fortgeführt?

Kaireit: In der Fischerei zu arbeiten hat mir schon Spaß gemacht. Aber wenn man im elterlichen Betrieb arbeitet, bleibt man immer der Sohn. Ich bin dann ausgestiegen, als ich meine Karateschule und ein Sportstudio gegründet habe.

War Ihr Vater wegen der Absage traurig?

Kaireit: Nein. Mein Vater hat das Unternehmen geleitet, bis er starb. Da war er 78. Ich habe die Räucherei dann meiner Mutter zuliebe doch weitergeführt. Da hatte ich schon meine Sonnenstudios. Gut zehn Jahre habe ich nebenbei noch geräuchert. Irgendwann wurde meine Mutter dann zu alt, und wir haben die Firma geschlossen.

Warum sind Sie Unternehmer?

Kaireit: Ich liebe die Selbstständigkeit. Mir würde es schwerer fallen, 40 Stunden die Woche angestellt zu arbeiten als 80 Stunden als Unternehmer. Und wenn man Spaß dabei hat und seine Firma liebt, wird man auch finanziell erfolgreich sein.

Aus dem Magazin
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