Unternehmen Schuldenkrise trifft Firmen ab dem Winter

Unternehmer erwarten, dass das Chaos auf den Finanzmärkten und die schwächelnde deutsche Konjunktur in den nächsten Monaten auf ihre Bilanzen durchschlagen werden. Die Hälfte der in einer Studie befragten Führungskräfte rechnen für das nächste Jahr nicht mehr mit einem Umsatzwachstum.

Die Turbulenzen an den weltweiten Börsen und die sich abkühlende Konjunktur werden einer Studie zufolge nicht spurlos an den deutschen Unternehmen vorbeigehen. Die Schuldenkrise in Europa werde sich ab diesem Winter bemerkbar machen, heißt es in einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger. 89 Prozent der über 150 im September und Oktober befragten Top-Entscheider erwarteten demnach mittelstarke bis sehr starke Auswirkungen, nur eine Minderheit von elf Prozent rechne kaum mit beziehungsweise mit gar keinen Folgen.

Die Hälfte der Manager gehe davon aus, dass der Effekt im ersten Quartal 2012 voll durchschlagen werde. Es werde Bremsspuren in den Bilanzen geben. „Die Hälfte der Unternehmen erwartet für 2012 kein Umsatzwachstum“, so die Studie. Für mehr als zwei Drittel sei es wahrscheinlich, dass der Gewinn maximal das Niveau von 2011 erreiche.

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Dem liegt die Erwartung zugrunde, dass die deutsche Konjunktur 2012 zwar nicht in eine Rezession rutscht, wohl aber deutlich an Dynamik verliert. So dürfte das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes nur noch bei 0,5 bis 1,5 Prozent liegen und damit etwa einen Punkt unter den für 2011 geschätzten Werten.

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