Unternehmen Schweizer lehnen Gehaltsbremse für Spitzenmanager ab

Die Schweizer Flagge

Die Schweizer Flagge© JWS - Fotolia.com

Aufatmen in der Schweizer Wirtschaft: Die Eidgenossen haben am Sonntag eine Begrenzung von Managergehältern auf das höchstens Zwölffache eines einfachen Arbeiterlohns klar abgelehnt. Die Initiatoren der Volksabstimmung wollen sich aber noch nicht ganz geschlagen geben.

Managergehälter in der Schweiz dürfen weiterhin massiv über den Löhnen und Gehältern der Arbeitnehmer liegen. Ein Vorstoß, die Topeinkommen auf das Zwölffache eines einfachen Arbeiterlohns zu begrenzen, fiel am Sonntag in einer Volksabstimmung klar durch. 65,3 Prozent der Referendumsteilnehmer lehnten die „1:12-Initiative für gerechte Löhne“ ab.

Die Gegner dieser von den Jungsozialisten eingereichten Volksinitiative werteten die Niederlage als wichtigen Entscheid für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Das Volk wolle nicht, dass der Staat bei den Löhnen mitrede, sagte der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, Valentin Vogt, im Fernsehen. Laut Vogt hat sich die Entscheidung bereits  abgezeichnet, nachdem die Unternehmen in einem „sachlichen Abstimmungskampf“ die Folgen einer 1:12-Deckelung deutlich gemacht hätten.

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Wirtschaftsverbände warnten vor erheblichen Arbeitsplatzverlusten

Vogt wehrte sich gegen die Aussage der Jungsozialisten, die Gegner der Vorlage hätten Angstmacherei betrieben. „Wir haben eine sachliche und unaufgeregte Kampagne geführt“, sagte er. Die Wirtschaftsverbände hatten erklärt, im Falle einer Annahme der Initiative könnten sich große Konzerne aus der Schweiz zurückziehen, was zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten führen würde.

Juso-Präsident David Roth erklärte, es sei nicht gelungen, das Volk davon zu überzeugen, dass ausufernde Gehälter in den Chefetagen der Unternehmen ein Ende haben müsse. Im Fernsehen sagte er: „Wir sind enttäuscht von diesem Resultat.“ Die Befürworter der 1:12-Initiative wollen sich allerdings noch nicht geschlagen geben. „Wir prüfen zurzeit, wie wir künftig gegen die Lohnexzesse vorgehen werden.“

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