Unternehmen Solarworld-Gläubiger stimmen Rettungsplan in erster Runde zu

Das Solarworld-Werk im sächsischen Freiberg.

Das Solarworld-Werk im sächsischen Freiberg. © Solarworld

Entscheidungswoche bei Solarworld: Das Unternehmen muss die Gläubiger überzeugen, auf viele Millionen Euro zu verzichten. Sonst droht die Insolvenz. In der ersten Runde haben die Anleihegläubiger dem Rettenungplan nun mit großer Mehrheit zugestimmt.

Anleihegläubiger des schwer angeschlagenen Solarmodulherstellers Solarworld haben dem Rettungskonzept für das Unternehmen mit großer Mehrheit zugestimmt – es folgt am Dienstag aber noch eine weitere Gläubigerrunde. 99,96 Prozent der Anwesenden hätten am Montag mit Ja gestimmt, sagte ein Firmensprecher. Das hoch verschuldete Unternehmen plant einen scharfen Schulden- und Kapitalschnitt. Die Investoren müssen auf 55 Prozent ihres Geldes verzichten. Sie erhalten dafür neue Aktien des Unternehmens mit allerdings ungewissen Aussichten. Am Montag ging es um eine 150-Millionen-Euro-Anleihe, für Dienstag sind Gläubiger einer zweiten Anleihe des Unternehmens über 400 Millionen Euro eingeladen.

Das Anwesenheitsquorum von 25 Prozent wurde mit gut 35 Prozent deutlich übertroffen. Bei zwei früheren Anleihegläubigerversammlungen hatten die Teilnahmequoren mit 18 beziehungsweise 22 Prozent allerdings deutlich zu niedrig gelegen. “Bitte nehmen Sie an den Versammlungen teil und Ihre Interessen wahr”, appellierte Asbeck Mitte Juli in einem Brief an Solarworld-Gläubiger.

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In Deutschland werden die Vergütungssätze für Photovoltaik-Anlagen wegen des zwar abgeschwächten aber immer noch starken Zubaus weiter verringert. Vom 1. August bis zum 31. Oktober 2013 sänken sie jeweils zum Monatsersten um 1,8 Prozent, wie die Bundesnetzagentur am vergangenen Mittwoch mitgeteilt hatte. Erstmals werde die Vergütung im Oktober 2013 für große Photovoltaik-Dachanlagen von 1 bis 10 Megawatt und für Freiflächenanlagen bis 10 MW unter 10 Cent pro Kilowattstunden fallen.

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