Unternehmen Sparkassen-Chef Haasis geht in Rente

Heinrich Haasis wird sich nach Ablauf seines aktuellen Vertrags zur Ruhe setzen. Der Vorstand hatte sich um eine Verlängerung bemüht - sein Vize und möglicher Nachfolger gilt nämlich als unbeliebt.

Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis will seine Amtszeit nicht verlängern. Haasis habe im Vorstand des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) die ihm angetragene Vertragsverlängerung um zwei Jahre abgelehnt, teilte der Verband am Donnerstagabend mit.

Haasis wolle mit Ablauf seines Vertrages im April 2012 – kurz vor seinem 67. Geburtstag – in den Ruhestand gehen. Sein Nachfolger soll auf einer Mitgliederversammlung Ende November gewählt werden. DSGV-Vizepräsident Rolf Gerlach hat bereits seinen Hut in den Ring geworfen. Der Präsident des westfälischen Sparkassenverbands habe bei der DSGV-Vorstandssitzung seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt, teilte sein Verband in Münster mit.

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Gerlach gilt allerdings in Teilen der Spitzenorganisation als unbeliebt. Das Präsidium des DSGV, dem rund 430 Sparkassen und acht Landesbanken angehören, hatte Haasis deshalb zum Weitermachen bewegen wollen. Der Schwabe steht seit 2006 an der Spitze des Dachverbandes der Sparkassen-Finanzgruppe.

Abschied auf halber Strecke

Der CDU-Politiker Haasis hatte seine politische Laufbahn als Landrat des Zollernalbkreises in Baden-Württemberg begonnen. Ein großes Projekt hatte er in diesem Jahr mit der Komplett-Übernahme des Fondsdienstleisters DekaBank durch die Sparkassen abgeschlossen. Sein Ziel, die acht Landesbanken zu einem Spitzeninstitut für die Sparkassen zu verschmelzen, wird er nun aber nicht mehr verwirklichen können. Ein erster Schritt ist allerdings mit der geplanten Übernahme der Verbundbank der WestLB an die Helaba getan.

Regional hatte er bereits als Chef des baden-württembergischen Sparkassenverbandes die Konsolidierung mit der Fusion der SüdwestLB, der Landesgirokasse und von Teilen der L-Bank zur LBBW und dem Zusammenschluss der SV-Versicherungen in Baden-Württemberg und in Hessen-Nassau vorangetrieben.

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