Unternehmen „Spitzenpolitiker sollten ein höheres Gehalt haben“

Erstmals äußern sich Unternehmer zur Wulff-Affäre. Gegenüber impulse erklären sie, was Angemessenheit im Verhältnis zwischen Unternehmern und Politikern bedeutet. Nikolai Burkart meint, dass Politiker unterbezahlt sind.

Wir haben ein grundsätzliches Problem: Wir bezahlen unsere Spitzenpolitiker –
etwa die Kanzlerin, den Finanzminister oder auch den Bundespräsidenten – zu
schlecht. Wenn man bedenkt, dass ein Mann wie Christian Wulff mit Anfang 50
noch nicht sein Haus bezahlt hat, wird klar, dass die Bezahlung zu schlecht ist.
Ein Mann wie Roland Koch verdient jetzt als Chef von Bilfinger Berger das Zehnfache
dessen, was er als hessischer Ministerpräsident erhalten hat.

Wie wollen wir angesichts dieser starken Unterschiede Spitzenleute in die Politik bekommen?
Wenn sie 500.000 oder 600.000 Euro verdienen würden, wäre das etwas anderes.
Dann würde es solche Situationen, dass sich Politiker von Unternehmern einladen
lassen, nicht geben. Aber davon sind wir weit entfernt. In dem Umfeld, in dem sich
die Spitzenpolitiker bewegen, können sie finanziell einfach nicht mithalten. Das ist die Wurzel des Übels.

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