Unternehmen Staat verdient kräftig an höheren Strompreisen

Zumindest für die öffentlichen Haushalte sind die gestiegenen Energiekosten ein prima Geschäft. Die höheren Strompreise bringen dem Staat einen zusätzlichen Milliardenbetrag ein. Die CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung hat nachgerechnet.

Der Staat nimmt durch die Strompreiserhöhungen im kommenden Jahr mehr als 1 Mrd. Euro zusätzlich an Mehrwertsteuer ein. In der „Bild“-Zeitung veröffentlichte Berechnungen der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung von 3,4 Mrd. Euro Mehreinnahmen wurden in Fachkreisen aber als falsch zurückgewiesen. Den Berechnungen von Vorstandsmitglied Günter Reisner lag dabei ein Gesamtjahresverbrauch in Deutschland von 607 Milliarden Kilowattstunden und ein Preis von 26 Cent je Kilowattstunde zugrunde.

Doch zuletzt lag der Jahresstromverbrauch nur bei 541 Milliarden Kilowattstunden – davon entfielen 140 Milliarden auf Haushalte, die rund 26 Cent pro Kilowattstunde zahlen. Der Löwenanteil entfällt aber auf die Industrie, die nur knapp die Hälfte zahlt, entsprechend verringern sich zusätzliche Mehrwertsteuereinnahmen.

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Ein Vertreter des Vergleichsportals „Toptarif.de“ sprach von knapp 1 Mrd. Euro mehr an Mehrwertsteuer für Privathaushalte durch die Erhöhungen. Insgesamt rechnen Experten mit etwa 1,5 Mrd. Euro mehr.

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