Unternehmen Steuerberater sollen für Pflichtverletzungen haften

Die Suche nach Geld bei Pleite-Firmen gestaltet sich immer schwieriger. Jetzt setzen die Insolvenzverwalter auf mögliche Pflichtverletzung der jeweiligen Steuerberater. Denn die sind nicht von der Insolvenz betroffen und daher liquide.

Für Steuerberater steigen die Haftungsrisiken bei der Betreuung insolvenzgefährdeter Unternehmen. Wie impulse berichtet, versuchen Insolvenzverwalter und Juristen mit dem Spezialgebiet Insolvenzrecht zunehmend, Steuerberatern eine Teilschuld an der Pleite nachzuweisen und sie zumindest zur Rückzahlung von Honoraren zu verpflichten, die sie nach Eintritt der Überschuldung erhalten haben.

„Wir werden künftig häufiger sehen, dass Insolvenzverwalter von den Steuerberatern insolventer Firmen für Pflichtverletzungen Schadenersatz verlagen“, bestätigte Gerrit Heublein, ein auf Insolvenzrecht spezialisierter Rechtsanwalt aus Berlin, gegenüber impulse. Das liege nicht zuletzt daran, dass Insolvenzverwalter aus vielen Pleitefirmen immer häufiger gar nichts mehr für sich und die Gläubiger rausholen können. „Da liegt es auf der Hand, nach Pflichtverletzungen beim Steuerberater zu suchen. Denn der ist von der Pleite ja nicht betroffen und entsprechend liquide“, so Heublein.

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Den kompletten Beitrag finden Sie in der impulse-Ausgabe 08/2010.

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