Unternehmen Stress kostet deutsche Firmen Milliarden

Immer mehr Mitarbeiter in Unternehmen werden psychisch krank. Innerhalb eines Jahrzehnts ist die Zahl der dadurch verursachten Fehlstunden um 80 Prozent gestiegen, sagen Experten. Arbeitnehmer halten den Druck des Arbeitsalltags nicht mehr aus. Das kommt Unternehmen teuer zu stehen.

Das Centrum für Disease Management der Technischen Universität München hat am Montag in Berlin mitgeteilt, dass psyichische Krankheiten von Arbeinehmern zunähmen. Seit 1998 sei die Zahl der Fehlstunden wegen derlei Erkrankungen um 80 Prozent gestiegen. Hauptursache für den Anstieg seien Druck und Stress in vielen Jobs, etwa durch die ständige Erreichbarkeit mit modernen Kommunikationsmitteln, sagten Experten anlässlich des Kongresses „Psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz“.

Betroffen sind demnach vor allem Arbeitnehmer in Ballungsräumen. Hier seien Beruf, Familie und Freizeit oft besonders schwer unter einen Hut zu bringen, was wiederum Stress verursache. Durch psychische Erkrankungen entstünde jährlich ein wirtschaftlicher Schaden von mindestens 8 Mrd. Euro. Viele Unternehmen hätten das Problem aber inzwischen erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet, zum Beispiel in Form von Schulungen für die Führungskräfte und die Belegschaft. Die Teilnehmer lernen dort unter anderem, mit psychisch kranken Kollegen richtig umzugehen.

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