Unternehmen Thomas Cook erhöht Preise auf Kurz- und Mittelstrecken

Ein Strand der griechische Insel Kefalonia.

Ein Strand der griechische Insel Kefalonia. © Thomas Cook

Der Winterurlaub wird etwas teurer. Nach anderen Veranstaltern zieht jetzt auch Thomas Cook für einige Ziele die Preise an. Nur Fernreisen werden günstiger.

Thomas Cook erhöht die Preise für Ziele auf der Kurz- und Mittelstrecke in der Wintersaison um zwei Prozent. Zusammen mit den Fernreisen und den Touren, bei denen die Urlauber selbst anreisen, bleiben die Preise im Durchschnitt „weitgehend stabil“. Das teilte das Unternehmen bei der Präsentation der Winterkataloge 2013/14 am Montag in Essen mit.

Auch Tui und die Veranstaltermarken der DER Touristik kündigten bei den Vorstellungen ihrer Winterkataloge in den vergangenen Wochen höhere Preise auf der Kurz- und Mittelstrecke an. Bei Thomas Cook legt Tunesien mit acht Prozent Preissteigerung am stärksten zu, gefolgt von Ägypten mit drei Prozent. Reisen im eigenen Land werden um ein Prozent teurer. Fernreiseziele wie Südafrika (minus drei
Prozent) und Mauritius (minus zwei Prozent) hingegen werden günstiger.

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Ägypten bleibt beliebtes Reiseziel
Die Zahl der Buchungen für die laufende Sommersaison liege über der des Vorjahres, teilte der Konzern mit, zu dem auch die Marke Neckermann gehört. Zahlen nannte Michael Tenzer, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Thomas Cook, nicht. Die Buchungen für Ägypten seien wegen der Proteste in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Das Land sei aber immer noch unter den Top Ten der beliebtesten Ziele bei Thomas Cook. In den Urlaubsregionen des Landes sei es ruhig geblieben. „Und wir gehen auch davon aus, dass das weiterhin so bleibt“, sagte Tenzer.

Das Auswärtige Amt hat wegen der anhaltenden Proteste eine Reisewarnung für Teile Ägyptens ausgesprochen. Dass die Preise für Reisen in das Land trotzdem steigen, passe eigentlich nicht zur Nachfrage, räumte Tenzer ein. Die Verteuerung ergebe sich vor allem aus gestiegenen Abgaben und Kosten für ein Visum. Inzwischen machten Steuern und Abgaben in Ägypten 15 Prozent des Pauschalreisepreises aus.

Neben Spanien habe auch Griechenland zugelegt. „Griechenland schießt sicherlich den Vogel ab“, sagte Tenzer. Nach dem Einbruch der Buchungszahlen im vergangenen Jahr verzeichne Thomas Cook jetzt „zweistellige Wachstumsraten“.

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