Unternehmen Tränen, Trabis, Träume

Sie saßen angespannt vor dem Fernseher, jubelten an der Mauer oder waren plötzlich von unzähligen Trabis umgeben. impulse-Leser schildern ihre Erinnerungen an die Nacht, in der die Mauer fiel.

Am 9. November 1989 fiel die Mauer. Jeder Bürger – ob Ost oder West – verbindet mit diesem Tag ganz persönliche Erinnerungen.

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Wir wollen ein Bild dieser Eindrücke zeichnen: Nach dem Mundpropaganda-Prinzip verteilen wir Tausende Karten in ganz Deutschland. Zehn Menschen geben jeweils zehn Karten an zehn Menschen, von denen sie wissen, dass sie diese an zehn andere weiterreichen.

Das sagen die impulse-Leser:

Elke Simon-Kuch, Geschäftsführerin Simon Werbung GmbH, Weißenfels

„Meine Mutti, Annerose Simon, wurde am Tag des Mauerfalls, am 9. November 1989, 50 Jahre alt. Mit einer unvergleichbaren Mischung aus Freude, Neugier, Skepsis und Euphorie erlebten wir den Geburtstag meiner Mutti im engsten Familienkreis, zu dem auch meine Großmutter, gebürtige Münchnerin, gehörte.

Als junges Mädchen war es die Leibe, die sie in Dresden heimisch werden ließ. Dort gründete sie mit meinem Großvater eine Orthopädieschuhwerkstatt mit Fußpflegesalon. Am 13. Februar 1945 machte die Bombardierung Dresdens alles zunichte, was sich das junge Paar mit drei Kindern erarbeitet hatte. Mit dem Leben kam die junge Familie davon – das war mehr als viele andere. Deshalb haderten die jungen Leute nicht und machten sich daran, eine neue Existenzgrundlage mit ihrer Hände Arbeit zu schaffen. Der Aufbau eines ähnlichen Betriebes gelang ihnen nach mehreren Jahren im unweit entfernten Kamenz.

Nach dem Tod meines Großvaters führte meine Großmutter den Betrieb weiter. Schon als kleines Mädchen lauschte ich aufmerksam ihrer liebevollen und umsichtigen Art im Umgang mit ihren Kunden. Im Alter von 82 Jahren musste sie ihren Fußpflegesalon krankheitsbedingt aufgeben. Ihre Pflege haben wir als Familie in unserem kleinen Einfamilienhaus gern übernommen.

Als die Mauer fiel, war meine Großmutter überglücklich und schöpfte trotz schwerer Krankheit neue Kraft, endlich mit ihrer ganzen Familie in ihre Geburtsstadt reisen zu können. Dies blieb ihr jedoch verwehrt – sie schlief friedlich und glücklich am 12. November 1989 in unserer Mitte ein.

Bewegende Situationen lagen hinter uns und da waren wir uns sicher – auch vor uns.“

Jürgen Henke, Geschäftsführender Gesellschafter Metallwerke Renner GmbH

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Ich war zu Hause bei unserem Sohn in Ahlen, der gerade einmal 6 Monate alt war. Meine Frau war bei einem Kurstreffen Ihres Geographie-Lehrers. Dort hat sie die Stunde der Freiheit live erlebt und mich gegen Mitternacht informiert.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Die Erkenntnis, daß es sich immer lohnt, gegen Mauern anzukämpfen. Auch wenn es so unwirklich und weit entfernt scheint wie in meinen Gedicht „Grenzgang“ beschrieben. Aber Hoffnung, daß es zu einer Öffnung des steinernen Vorhangs und Grenzen zwischen Kulturen, Meinungen und Herzen kommt, hatte ich immer. Nach 28 Jahren der Trennung ist dann mein 28.Geburtstag zum Nationalfeiertag auserkoren worden.

Was wünschen Sie Deutschland? Keine Wessis und Ossis, da wir ein Volk sind; Schuldenabbau; sichere Renten; weniger Bürokratie und weniger Bürokraten; mehr Kinder- und Migrantenfreundlichkeit; Deutschland wird Weltmeister 2010.

B. Corsten, Aachen

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Zu Hause in Aachen, mit Berliner Freunden

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Die Freude unserer Berliner direkt zu erleben

Was wünschen Sie Deutschland? Den Glauben an unser Land

Horst R. Mohr, Ergolding

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Zu Hause, vor dem Fernseher

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Die Menschen, die durch die Mauer kamen

Was wünschen Sie Deutschland? Ende der Ossi-Wessi-Konfrontation

Maria Hermann, Bad Camberg

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Seit Bekanntwerden der Nachricht ständig vor dem Fernsehgerät

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Riesige Freude über das friedliche Öffnen der Mauer

Was wünschen Sie Deutschland? Die Überwindung der innerlichen Grenzen zwischen Ost- und Westdeutschen

Axel Olaf Kern, Prof. an der Hochschule Ravenburg-Weingarten

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? In Berlin an der Mauer

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Freiheit ist Glück und unersetzbar

Was wünschen Sie Deutschland? Freies, offenes, neidfreies Denken und Handeln

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Teilen Sie uns Ihre Erinnerungen online mit:

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Birgit Vosseler, Prof. an Hochschule Ravensburg-Weingarten

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? An meinem Arbeitsplatz in Dortmund, im Klinikum am TV

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Freiheit ist Glück und unersetzbar

Was wünschen Sie Deutschland? Freiheit, Offenheit, neidfreies Denken in Deutschland

Jan Jassner, Geschäftsführer Vertrieb bruno banani underwear GmbH, Chemnitz

Wo waren Sie als die Mauer fiel? Ich war zu Hause vor dem Fernseher in Baden-Württemberg, 17 Jahre alt und total euphorisch.

Was bewegte Sie an diesen Tagen am meisten? Ich fand es gigantisch dass dies passiert ist und dachte jetzt wird alles gut. Ich habe mich auch auf die sich abzeichnende Wiedervereinigung gefreut.

Was wünschen Sie Deutschland? Frieden, Freiheit, Demokratie, Wohlstand und ein gesundes Selbstbewusstsein.

Karl-Heinz Maerzke, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Helma Eigenheimbau AG, Lehrte

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Zu Hause in Duishorn (Niedersachsen) bei meiner Familie. Abends sah ich im Fernsehen die Bilder und musste zum ersten Mal seit mein Vater gestorben war wieder weinen.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Der Mut und die Offenheit der Menschen in der DDR.

Was wünschen Sie Deutschland? Nachdem die physische Mauer beseitigt ist, sollte auch die Mauer in den Herzen fallen.

Heinrich Weiss, SMS group, Düsseldorf

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? An diesem Abend war ich mit dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl in Warschau. Das haben viele mittlerweile vergessen, aber wir hatten ja bis 1989 keinen Friedensvertrag mit Polen. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs
galt lediglich ein Waffenstillstandsabkommen. Und nun an diesem 9. November 1989 wurde endlich in der polnischen Hauptstadt der Friedensvertrag unterzeichnet. Das war ein großer Tag für die Polen, die ja so viele Niederlagen in ihrer Geschichte erleiden mussten.

Nach der Unterzeichnung trafen wir uns abends gegen halb Acht zu einem offiziellen Staatsbankett. Gegen acht Uhr erschien dann der Pressesprecher des Bundeskanzlers und
flüsterte Kohl ins Ohr, dass die Mauer in Berlin geöffnet worden sei. Sie können sich vorstellen, was da in der deutschen Delegation los war. Niemand sprach mehr mit den polnischen Partnern und jeder versuchte, so schnell wie es das Protokoll gerade erlaubte, an die Fernsehgeräte zu kommen, um zu sehen, was in Berlin geschah.

Tragisch war dieser Abend nur für die Polen, die mal wieder im Hinterhof
der Geschichte standen: Eben hatten sie mit Deutschland noch einen
historischen Vertrag geschlossen, die internationale Aufmerksamkeit war
ihnen sicher. Dann fiel die Mauer und alle Welt schaute auf Berlin.

R. Hill, Aachen

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Zu Hause

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Etwas eigentlich „Unmögliches“ wurde möglich und das ohne Gewalt

Was wünschen Sie Deutschland? Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit

Rainer Wenn, act – Angewandte Computer Technik GmbH, Kiel

Wo waren Sie als die Mauer fiel? Ich war damals in einem kleinen Entwicklungshaus in der Nähe von Kiel beschäftigt, welches im sogenannten Prepress-Bereich spezielle Lösungen anbot. Seit 1986 war ich damals für einen der größeren Kunden in dieser Zeit in Ost-Berlin tätig. Es war der Verlag „Neues Deutschland“, dem SED-Parteiorgan schlechthin. Das Projekt beschäftigte sich damals mit der Einführung eines neuen Redaktionssystems auf PC-Basis. In diesem Zusammenhang lernte ich den Verlag im Laufe der Jahre aus sehr unterschiedlichen, bis hin zu privaten Verbindungen kennen und schätzen.

Am 09. November 1989 war ich den siebten Tag in Folge im Einsatz eines Folgeprojektes in Ost-Berlin tätig. Durch den Zugriff auf das Nachrichtensystem der SED hatte ich bereits am Nachmittag des 09. November das damals für mich völlig Unglaubliche einer Maueröffnung gelesen. Am frühen Abend des 09. November war ich fast allein im Verlagsgebäude, obwohl der Redaktionsbetrieb üblicherweise erst in den späten Nachmittagsstunden zu geschäftlicher Hektik anstieg. An diesem Tag war es anders. Gegen 18 Uhr beschloss ich damals Feierabend zu machen und nachdem ich mein Notebook im Palast-Hotel abgestellt hatte beschloss ich, mir das „Treiben“ am Brandenburger Tor anzusehen.

Auf dem Weg zum Brandenburger Tor wurde es immer spannender und ich spürte, wie ich mitten in einen geschichtlichen Prozess hinging. Noch heute bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich an diesen Tag und an die Wechselbäder der Gefühle dieses Tages zurückdenke. Ich bin dann irgendwann in später Nacht vereint mit den DDR-Bürgern Arm in Arm über die Mauer geklettert, habe die Wasserwerfer zuvor fürchten gelernt und später die Wasserschläuche als Kletterhilfe zu schätzen gelernt.

Es war ein spannender, sehr geschichtlicher und bewegender Abend.

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Eva Rathmann, Limburg

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? In Mainz, wir waren am 6.10. aus der DDR ausgereist

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Große Dankbarkeit

Was wünschen Sie Deutschland? Dass wir im Frieden leben können

Oliver Lehnert, Geschäftsführer Klinikum Stadt Soest gGmbH

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Am Tage als die Mauer fiel befand ich mich zum Studium an der Uni Marburg, also nicht unweit der innerdeutschen Grenze. Kurz nach Bekanntmachung….muss wohl wenige Stunden danach gewesen sein….hörte ich außerhalb meiner Wohnung „knatternde Geräusche“. Als ich mich auf den Balkon stellte, sah ich die ersten hellblauen Trabis mit entsprechender Rauchfahne in Marburgs Innenstadt (ich kann mich wegen dem Balkon in der 3ten Etage noch sehr gut an den unbekannten Geruch dieser Fahrzeuge erinnern – dieser hüllte sicherlich noch wochenlang die Stadt ein). Wir gingen nach unten und jubelten den Ankommenden zu. Es kam zu einem Menschenauflauf vor meiner Wohnung – auch deshalb (hier wird leider ein Klischee bedient), weil im Erdgeschoss ein bekannter Discounter seine Waren anbot; dieser war innerhalb weniger Minuten überrannt.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Bewegt hat mich die ganze Euphorie weltweit und v.a. die tagelange Freude in den Gesichtern. Geärgert hat mich die Diskussion über die Geldumtauschrelationen.

Was wünschen Sie Deutschland? Deutschland wünsche ich, dass diese damalige Aufbruchstimmung wieder kommt nach dem Motto „machen und nicht meckern“. Auch wünsche ich mir, dass bei vielen der Gedanke an ein letztlich wirtschaftlich ungünstiges Zusammenführen von Ost und West aufhört.

J.M. Cromme, Aachen

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Studieren in Utrecht (NL). Eine befreundete ältere Studentin aus der DDR rief mir morgens zu: „Die Mauer ist auf!“

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Mein neues Leben als Studentin

Was wünschen Sie Deutschland? Eine gute Balance in der Weltpolitik und ein gesundes Verhältnis zur eigenen Geschichte.

Kühnrich, Hamburg

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? In Hamburg

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Dass wir unsere Familie bald wiedersehen konnten.

Was wünschen Sie Deutschland? Dass die Mauer in den Köpfen der Menschen sich weiter abbaut.

Edith Zey, Limburg

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Tageland gebannt vor dem Fernsehgerät

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Die Montagsgebete; die friedlichen Demonstrationen; der starke Wille der Menschen der DDR zu Veränderungen

Was wünschen Sie Deutschland? Nie mehr eine Diktatur! Nie mehr ein geteiltes Land! Kein Vergessen + Übertünchen unserer jüngsten Geschichte.

Andreas Tecklenburg, Medizinische Hochschule Hannover

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Glasgow, Schottland

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Ungläubige Euphorie

Was wünschen Sie Deutschland? Mut, Kreativität und sachverständige Politik

Hermann-Josef Arentz, Arentz-Consulting, Köln

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? In Bonn

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Der Mut und der Erfolg der Menschen in der DDR und die kluge Politik von Helmut Kohl.

Was wünschen Sie Deutschland? Dass wir die Freiheit, die wir seitdem für alle Deutschen haben, auf Dauer zu schätzen wissen.

Hildegard Vornweg, ahr Service GmbH, Oberhausen

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Hannover, Arbeitsgruppe Vorbereitung Krankenwohnung

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? „Überraschung des Ereignisses“; „Erste Trabifahrer waren in Hannover“

Was wünschen Sie Deutschland? „Zusammenwachsen + gegenseitige Toleranz“

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B. Schulte, Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Bei einem gemeinsamen Abschiedsessen mit meinem Ehemann in Hamburg, da dieser am Folgetag beruflich nach Singapur umzog.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Die grenzenlose Euphorie, die Offenheit und der zwischenmenschliche Umgang in den ersten Stunden.

Was wünschen Sie Deutschland? Einen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Spitzenplatz in Europa

Ralf Kleinherz, Messe Berlin GmbH

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? University of California at Berkeley

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Es waren TV-Bilder wie aus einem fernen, unbekannten Land. Wir alle konnten es nicht glauben…

Was wünschen Sie Deutschland? Den WM-Titel 2010! Nichts verbindet mehr… 🙂

Horst Klinkmann, BioCon Valley

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? In Japan

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten? Die Zukunft

Was wünschen Sie Deutschland? Eine Herstellung der inneren Einheit durch Anerkennung der individuellen Lebensleistung.

Franz Küppers

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In New York zum Marathon.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Meine Mutter, die kein Wort englisch verstand und neben mir auf dem Bett saß und ich übersetzen musste.

Was wünschen Sie Deutschland?
Herrn Sarrazin in die Regierung.

Stephan Andas, Berlin

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
NVA (Wehrpflichtiger)

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Angst

Was wünschen Sie Deutschland?
Eine vernünftige Zukunft ohne alle aktuellen Probleme.

Reinhard Meyer, Chef der Staatskanzlei Mecklenburg Vorpommern

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Vor dem Fernsehapparat in Hamburg mit wachsender Spannung und Begeisterung.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Dass mein Vater wieder seine Heimat (Vorpommern) besuchen konnte.

Was wünschen Sie Deutschland?
Gelassenheit und Selbstbewusstsein.

Eva Walzik, DAK Unternehmen Leben

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Köln in der Wohnung meines zukünftigen Mannes.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die Freude der Menschen.

Was wünschen Sie Deutschland?
Mehr Verteilungsgerechtigkeit – bezüglich Bildung, Einkommen etc.

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Markus Müschenich, Mitglied des Vorstands Sana Kliniken AG

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Düsseldorf

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Das Glück in den Gesichtern in Ost und West.

Was wünschen Sie Deutschland?
Aufbruchstimmung

Tilo Braune, Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts e.V.

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Ich moderierte ein Jazzkonzert in Greifswald, die Band hieß Jatva aus Dresden.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Das unerwartete Glück, die Welt kennen lernen zu können und selbstbestimmt leben zu können.

Was wünschen Sie Deutschland?
Prosperität für möglichst viele Menschen und mehr zu hören und verstehen zwischen Ost- und Westdeutschland.

Helmut Kunad, Auerbach/Vogtland

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Vor dem Fernsehapparat.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Dass ich nun nicht mehr bevormundet werde.

Was wünschen Sie Deutschland?
Funktionierende Sozialsysteme.

Randy Lehmann, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren, Kiel

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Dänemark.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die Angst der Dänen vor der Wiedervereinigung.

Was wünschen Sie Deutschland?
Soziale Gerechtigkeit und den Mut dazu.

Wolfgang Kuch, Bad Camberg

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Zu Hause, am Fernseher.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die große Freude der Berliner, die sich in den Armen lagen.

Was wünschen Sie Deutschland?
Nie mehr eine Teilung und immer gute Beziehungen zwischen West und Ost und Nord und Süd.

Andreas J.W. Goldschmidt, Internationales Health Care Management Institut, Universität Trier

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Auf dem Weg nach Berlin.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Der Gang in der Warteschlange mit meiner Frau durch das Brandenburger Tor (gegen 10 DM „Gebühr“).

Was wünschen Sie Deutschland?
Frieden und Rückbesinnung auf die guten Traditionen und wissenschaftlichen/kulturellen Erfolge.

Claus Bartels, Geschäftsführer MedAdvisors GmbH

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Berlin an der Mauer

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die Menschen, die rüberkamen.

Was wünschen Sie Deutschland?
Angleichung Ost und West.

Thomas Beck, Vorstand Deutsche Stiftung Organtransplantation, Frankfurt am Main

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Ich ging meinem BWL-Studium an der Universität Köln nach und hatte Vorlesungswoche.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die Frage, ob die Bürgerbewegung in der DDR wirklich friedlich verläuft oder ob diese nicht doch noch blutig niedergeschlagen wird.

Was wünschen Sie Deutschland?
Mehr Einheit – wirtschaftlich und in den Köpfen!

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Armin Lang, ASG

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Im saarländischen Landtag in Saarbrücken.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Hoffentlich keine Gewalt, hoffentlich bleibt alles friedlich!

Was wünschen Sie Deutschland?
Weiterhin eine friedliche und soziale Entwicklung mit würdiger Teilhabe aller und gute Nachbarschaft!

Gabriele Kirchner, Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands, Berlin

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Berlin

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Angst vor Eskalation – Sorge um Patientenversorgung – Freude über friedliche Weltöffnung – Freude über Familienzusammenführung

Was wünschen Sie Deutschland?
Wir sind ein Volk. Selbstbewusste Weltsicht mit viel Menschlichkeit, ohne Waffengewalt und mit hoher Bildung für alle Bürger.

Michael Böckelmann, Bad Rothenfelde

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Berlin (West) an der Mauer

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Ungläubiges Staunen über die Veränderungen der Welt, große Freude

Was wünschen Sie Deutschland?
Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühle

Werner Berthold, Frankfurt am Main

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Frankfurt am Main.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die weitgehende innere, meist zustimmende Beteiligung eines Großteils unserer Mitbürger.

Was wünschen Sie Deutschland?
Eine friedliche, europäische, demokratische und wirtschaftlich gesicherte Zukunft.

Andrea Koeltzsch, Bundesagentur für Arbeit, Erfurt

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Weimar als Student seit 1987 an der Bauhaus-Universität.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Mein Freund/Lebenspartner war in Berlin; die Situation West/Ostberlin; Menschen auf den Straßen – Grenzübertritt dauerhaft möglich?

Was wünschen Sie Deutschland?
Aufgeklärte und gebildete Bürger; Engagement des Einzelnen; Verantwortung für Kinder, Zukunft und Forschung mit ethischen Grundsätzen

Franz Dormann, Gesundheitsstadt Berlin e.V.

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Bonn, gespannt am Fernseher.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Dass die Freunde aus der katholischen Hochschulgemeinde in Berlin (Ost) nach Bonn reisen können.

Was wünschen Sie Deutschland?
Immerwährende Zuversicht

Xenia Fitzner, Shining Fortune, Berlin

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Kreuzberg, Nähe Kottbusser Tor bei Dreharbeiten. Plötzlich waren alle Straßen voller Trabis. Am nächsten Morgen kam ich selbst mit dem Fahrrad nicht durch.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Ich freute mich über die Euphorie der Menschen, was aber selbst irgendwie skeptisch und entwurzelt. Berlin war immer Insel, Hexenkessel, Ausnahmezustand und sollte nun Hauptstadt werden?

Was wünschen Sie Deutschland?
Ich wünsche Deutschland mehr Mut und Zuversicht, Phantasie und Initiative. Das Potenzial der Alten und Jungen sollte besonders gefördert werden – sie sind unsere Geschichte und unsere Zukunft.

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Anne Rethmann, Siemens AG

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
In Stuttgart, um Klausuren im Rahmen meines BWL-Studiums zu schreiben.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die Freude der Menschen, das Miteinander, die positive Stimmung.

Was wünschen Sie Deutschland?
Mehr Inspiration und Mut zu Emotion und Wahrheit.

Thorsten Pilz, NDR 90/3

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Tief im Westen, in Freiburg im Breisgau.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Nicht in Berlin sein zu können.

Was wünschen Sie Deutschland?
Gelassenheit.

Uwe Herschel, Firma Götsch, Berlin

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Als DJ in Hosana. Nach 2 Stunden war die Disko leer, weil alle nach Berlin fuhren.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Ich konnte es nicht glauben.

Was wünschen Sie Deutschland?
Frieden und Wohlstand für alle.

Kasper, Robert Kasper Unternehmensberatung, Köln

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Im Auto auf der A4.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die freudigen Stimmen der befreiten Menschen.

Was wünschen Sie Deutschland?
Ein gesundes Selbstbewusstsein.

Eva Viechova, Betafilm, München

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Ich bin zum ersten Mal im Leben nach Deutschland gekommen, zu Besuch nach Görlitz.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die Angst meiner Gastgeber, es könnte noch schlimm enden.

Was wünschen Sie Deutschland?
Weniger Egoismus, mehr Bescheidenheit.

Tim Oehler, Werbewerkstatt GmbH, Hamburg

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Vor dem Fernseher, um das Geschehen zu verfolgen.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Die Rede von Genscher in der deutschen Botschaft in Prag! Balkonien!

Was wünschen Sie Deutschland?
Genug Kraft für ausstehende Reformen.

Christoph Knödel, Volkswagen Automobile, Chemnitz

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?
Zu Hause, Nachricht im Fernsehen erhalten.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?
Völlige Überraschung und Freude, mit der Hoffnung auf eine friedliche Lösung.

Was wünschen Sie Deutschland?
Eine kurzfristige Stabilisierung und gesundes Wachstum der Wirtschaft und in der Folge Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme, Entflechtung der Steuerbürokratie.

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Das sagen Unternehmer und Wisschenschaftler:

Knut Löschke, Gründer PC-Ware, Leipzig

Ich saß vorm Fernseherapparat und habe gesehen, wie Schabowski diesen Zettel verlesen hat. Ich wusste, dass meine Frau bei ihrer Mutter in Frankfurt am Main war. Ich musste als Faustpfand zurückbleiben. Ich dachte: „Das kann nicht wahr sein, das muss ein Kabarettstück gewesen sein.“

Georg Prinz zur Lippe, Weingut Schloss Proschwitz

Ich war in München und habe mit meinem Bruder telefoniert, der zu dem Zeitpunkt gerade in Berlin war und mir wirklich alle Einzelheiten peu à peu erzählte. Ich habe diese Trennung in Deutschland immer als eine ziemliche Katastrophe empfunden. Und ehrlich gesagt, habe ich ziemlich vor mich hingeheult, weil das für meine Eltern und mich der schönste Punkt war – einer der schönsten Tage in meinem Leben.

Mein erster Gedanke: „Möglichst schnell hinfahren und dabei sein.“

Stefan Messer, Chief Executive Officer, Messer Group

Als die Mauer fiel waren meine Familie und ich mit Renovierungsarbeiten in unserem damaligen Haus in den Niederlanden beschäftigt, wo ich als Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaft tätig war. Im empfand Glück und Freude über die Wiedervereinigung und über die Möglichkeit, den Wiedereintritt in den ostdeutschen Markt zu realisieren. Ich wünsche den Menschen in Deutschland Friede und Wohlstand bei stabilen wirtschaftlichen Verhältnissen.

Klaus Lechner, Mitgründer, geschäftsführender Direktor und Verwaltungsrat der PHORMS Holding SE, Berlin

Wo waren Sie, als die Mauer fiel?

Im MBA-Studium in Manchester. Anläßlich der ersten Meldung im Fernsehen gab’s eine Runde für alle.

Was bewegte Sie in jenen Tagen am meisten?

Für die Einheit zu werben. Die internationalen MBA-Studenten waren sehr skeptisch, was das bedeuten würde. Ihnen mußte man erklären, daß Deutschland in der Geschichte immer nach Einheit gestrebt hat und auch das Nachkriegs-Deutschland immer daran arbeitete.

Was wünschen Sie Deutschland?

Einen erneuten Aufbruch zu mehr Freiheit!
Bessere Bildungschancen, denn Bildung ist die Wurzel der Freiheit.
Mehr Eigenverantwortung, mehr Privatinitiative, weniger Staat!

Wo waren Sie, als die Mauer fiel? Schreiben Sie uns: Je mehr mitmachen, desto vielfältiger wird das Bild. Eine Auswahl veröffentlichen wir in der Novemberausgabe von impulse und auf www.impulse.de/mauerfall.

Sie können uns Ihre persönlichen Antworten online mitteilen:

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Oder klassisch per Post:

Chefredaktion impulse

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Oder per Mail schicken: chefredaktion@impulse.de

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