Unternehmen US-Amerikaner schlagen bei Autos weiter zu

Autos auf dem Parkplatz eines Händlers.

Autos auf dem Parkplatz eines Händlers.© Kzenon / Fotolia

Der amerikanische Automarkt läuft wie geschmiert. Davon profitieren auch die meisten deutschen Marken. Der heimische Markt hingegen schwächelt weiterhin.

Die Amerikaner kaufen fleißig Pick-up-Trucks und Geländewagen. Die in den Segmenten starken heimischen Hersteller General Motors, Ford und Chrysler verzeichneten im Mai Zuwächse zwischen 3 und 14 Prozent, wie aus den am Montag veröffentlichten Verkaufszahlen hervorgeht. Hintergrund ist, dass die Wirtschaft im Land angezogen hat und Pick-ups mit ihrer Ladefläche gerne von Handwerkern und Baufirmen genutzt werden.

VW fehlt ein solcher Lastesel im Programm und die Wolfsburger mussten den zweiten Monat in Folge einen Verkaufsrückgang hinnehmen. Allerdings lag das Minus im Mai mit 2 Prozent deutlich unter dem Rückgang aus dem April von 10 Prozent. Das neue Beetle Cabrio kam gut bei den Kunden an, der Golf hingegen schlechter. Verkaufsschlager sind weiterhin der Jetta und der Passat, durch die VW in den vergangenen drei Jahren in den USA kräftig gewachsen war.

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Die Schwestermarke Audi konnte ihre Verkäufe um 15 Prozent steigern. Vor allem die Limousine A5 sowie die Geländewagen Q5 und Q7 legten zu. „Unsere Händler haben nicht genug Autos, um die Nachfrage decken zu können“, erklärte Audi-Manager Mark Del Rosso. Die ebenfalls zu VW gehörende Marke Porsche konnte ihre Verkäufe sogar um 38 Prozent steigern dank des neuen Sportwagen-Gespanns Boxster und Cayman sowie des Geländewagens Cayenne.

BMW legte um 14 Prozent zu, wobei hier vor allem die Limousinen der 3er Baureihe gefragter waren. Dagegen schmolzen die Verkäufe der Tochtermarke Mini um 3 Prozent. „Das Vertrauen der Kunden wächst und wir erwarten noch mehr erfolgreiche Monate“, erklärte Landeschef Ludwig Willisch. Auch der Rivale Daimler zeigte sich zufrieden. Die Stuttgarter verkauften 10 Prozent mehr Mercedes-Pkw und -Geländewagen und 16 Prozent mehr Smart-Kleinwagen. Nur die Sprinter-Transporter fanden weniger Abnehmer als im Vorjahresmonat.

Weniger Zulassungen in Deutschland
Im Mai wurden in Deutschland 261 316 neue Autos zugelassen und damit 9,9 Prozent weniger als im Mai 2012, wie das Kraftfahrtbundesamt am Dienstag in Flensburg mitteilte. Besonders stark war der Rückgang demnach bei gewerblichen Zulassungen. Insgesamt wurden von Januar bis Mai 8,8 Prozent weniger Autos zugelassen als im Vorjahreszeitraum. Die Branche führte die Flaute zuletzt darauf zurück, dass die Verbraucher durch die europäische Schuldenkrise verunsichert seien.

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