Unternehmen US-Autokäufer schlagen kräftig zu

Die Kauflust der Amerikaner belebt den Automarkt. Allein GM verkauft über 20 Prozent mehr Fahrzeuge. Erneut legen sich die Menschen spritdurstige Wagen zu. Von dem Boom profitieren auch die deutschen Autobauer.

Die US-Absatzzahlen auf dem Automarkt sind im Januar nach oben geschnellt. US-Marktführer General Motors vermeldete am Dienstag einen Absatzsprung um 22 Prozent auf 179.000 Wagen. Vor allem die in den USA so beliebten Geländewagen und Pick-up-Trucks liefen blendend.

Auch bei der Nummer zwei im Land, Ford, waren die spritdurstigen Dickschiffe gefragt. Mit den Pick-up-Trucks der F-Serie hat Ford den meistverkauften Wagen der Vereinigten Staaten im Programm. Insgesamt stiegen die Verkäufe auf 127.300 Autos – ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, wenn man die zwischenzeitlich nach China verkaufte schwedische Premiumtochter Volvo mit einrechnet. Ohne Volvo ergab sich ein Zuwachs von 13 Prozent.

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Chrysler wurde 70.100 Wagen los, ein Plus von 23 Prozent. Vor allem die Geländewagen der Tochter Jeep fanden reißenden Absatz, mit dem neuen Grand Cherokee an der Spitze. Dagegen fielen die Verkäufe von Personenwagen teils drastisch. Chrysler krempelt gerade seine Modellpalette um und bringt reihenweise neue oder überarbeitete Wagen heraus.

Deutsche Autobauer starten gut ins Jahr

Daimler ist mit seiner Kernmarke Mercedes-Benz ebenfalls ein guter Jahresstart in den USA gelungen. Der Absatz stieg im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14 Prozent auf 17.273 Autos, teilte das Unternehmen am Dienstag in Montvale (New Jersey) mit. Besonders beliebt waren erneut die höherpreisige E-Klasse sowie das Einstiegsmodell C-Klasse. Im vergangenen Jahr hatte Daimler von den Limousinen und Transportern der Marke Mercedes-Benz auf dem US-Markt rund 225.000 Stück abgesetzt, ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

VW legt zu, Audi verkauft mehr denn je

Der Wolfsburger Autobauer Volkswagen hat den US-Absatz leicht gesteigert. Mit 18.401 Fahrzeugen seien 2,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum verkauft worden, teilte das Unternehmen in Herndon (US-Bundesstaat Virginia) mit. Der Absatz des TDI Clean Diesel legte mit plus 51 Prozent allerdings erheblich kräftiger zu. Der Jetta verkaufte sich um 28 Prozent besser als im Vorjahr. Ein neuer, großer US-Passat kommt erst später im Jahr auf den Markt.

Deutlich besser präsentierte sich die VW-Tochter Audi. Der Ingolstädter Autobauer verkaufte in den USA so viele Fahrzeuge wie noch nie zuvor in einem Monat. Mit 7812 Stück seien 20 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresmonat abgesetzt worden, teilte Audi USA mit. Vom A3 verkaufte der Hersteller 52,8 Prozent mehr.

Von der neu entfachten Kauflust der Amerikaner profitierte auch der Münchener Autobauer BMW. Insgesamt verkaufte die BMW Group mit 18.656 Fahrzeugen 21,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, teilte das Unternehmen in Woodcliff Lake (US-Bundesstaat New Jersey) mit. Von den Fahrzeugen der Marke BMW wurden 15.905 Stück verkauft, ein Plus von 20,8 Prozent, der Mini konnte 2751 Mal abgesetzt werden, was ein Wachstum von 22,4 Prozent bedeutet.

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