Unternehmen VDMA: Geschäft der Maschinenbauer wird 2014 kräftig anziehen

Eine CNC-Maschine

Eine CNC-Maschine© Alterfalter - Fotolia.com

Deutschlands Maschinenbauer blicken zuversichtlich in die Zukunft. Die weltweite Nachfrage werde auf absehbare Zeit stetig anziehen. Um davon zu profitieren, müssen die deutschen Mittelständler noch mehr Präsenz außerhalb Europas zeigen, mahnt der Branchenverband VDMA.

Der Maschinenbau in aller Welt wird seine Flaute einer Verbandsprognose zufolge im kommenden Jahr überwinden. Angesichts der erwarteten Konjunkturerholung werde das Geschäft der Branche nach einem eher schwachen Jahr 2013 im kommenden Jahr weltweit wieder kräftiger anziehen, prognostizierte der neue Präsident des deutschen Branchenverbands VDMA, Reinhold Festge, am Montag in Frankfurt. Für das kommende Jahr erwartet der Verband für den Weltmaschinenbau ein Umsatzplus von fünf Prozent real. „Dies mag euphorisch klingen, ist allerdings in einer zyklischen Branche wie dem Maschinenbau nach Jahren unterdurchschnittlicher Nachfrage nicht ungewöhnlich“, sagte Festge.

Der VDMA geht davon aus, dass sich das Wachstum in China 2014 wieder leicht beschleunigen wird. Die deutschen Maschinenbauer hatten ihre Produktionsprognose für 2014 Mitte Oktober auf real plus drei Prozent angehoben. Zum anderen werde der Maschinenbau in vielen Ländern von einer Konjunkturerholung profitieren.

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Trotz der wachsenden Konkurrenz vor allem aus China: Festge sieht den mittelständisch geprägten deutschen Maschinenbau gut aufgestellt, um von der stetig wachsenden Nachfrage nach Industriegütern zu profitieren. Allerdings werde es immer wichtiger, in großen außereuropäischen Absatzmärkten mit Produktionen vor Ort präsent zu sein. Gerade für kleinere Unternehmen sei dies oft eine große Herausforderung: „Vermutlich werden wir nicht ohne Kooperationen oder Zusammenschlüsse im Mittelstand auskommen.“

Übernahmen deutscher Mittelständler durch chinesische Konkurrenten schließt Festge nicht aus: „Wir können lamentieren oder uns wehren.“ Wichtig sei, dass die Betriebe Perspektiven hätten und sich gut finanzieren könnten. Der Unternehmer sieht deshalb auch die Politik gefordert: „Wenn alle Verdienste weg-besteuert werden, werden die Chinesen mit Übernahmeversuchen erfolgreich sein.“

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