Unternehmen Verbraucherpreise steigen leicht an

Die Inflationsrate in Deutschland ist im Januar stabil unter einem Prozent geblieben. Das Statistische Bundesamt stellt zwar eine leichte Erhöhung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fest. Allerdings: Ohne Kraftstoff und Heizöl sähen die Zahlen ganz anders aus.

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind trotz höherer Benzinpreise zum Jahresauftakt kaum gestiegen. Die Verbraucherpreise kletterten binnen Jahresfrist lediglich um 0,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag mit.

Noch im Dezember lag der Preisanstieg bei 0,9 Prozent. Zwar wurden Mineralölprodukte teurer: So kostete Heizöl sieben Prozent mehr als im Vorjahr, Kraftstoffe sogar 14,6 Prozent mehr. Bei Lebensmitteln wurden die Verbraucher dagegen entlastet.

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Preisnachlässe bei vielen Einzelhändlern

Verglichen mit dem Dezember sanken die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Wie nach den Weihnachtsferien üblich, verbilligten sich Pauschalreisen kräftig. Dazu kamen die Preisnachlässe bei vielen Einzelhändlern: Bekleidung und Schuhe kosteten wegen des Winterschlussverkaufs 4,5 Prozent weniger.

Die Bundesregierung erwartet für das laufende Jahr eine durchschnittliche Inflationsrate von 1,1 Prozent. 2009 war der Preisanstieg mit 0,4 Prozent so gering wie seit 1987 nicht mehr. Das hatte den privaten Konsum angekurbelt: Er legte um 0,4 Prozent zu, während die gesamte Wirtschaftsleistung mit fünf Prozent so stark eingebrochen war wie noch nie seit Gründung der Bundesrepublik.

Für dieses Jahr erwartet die Regierung einen Rückgang des Konsums um 0,5 Prozent. Dabei dürfte der Anstieg der Arbeitslosigkeit die Kauflaune der Verbraucher bremsen.

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