Unternehmen Verdi verschärft Schleusen-Streiks

Ab Montag werden sich wieder Schiffe vor geschlossenen Schleusen stauen. Mit dem erneuten Streik erhöht Verdi den Druck auf die Bundesregierung: Der Arbeitskampf soll eine Woche dauern und das ganze Land treffen.

Die Gewerkschaft Verdi will ihre seit Wochen laufenden Streiks an Schleusen von Kanälen und Flüssen verschärfen. Vom kommenden Montag an soll die Arbeit bundesweit bis zum folgenden Sonntagabend niedergelegt werden, wie Verdi am Donnerstag in Berlin ankündigte. Der auf sieben Tage angelegte Streik soll den Druck auf die Bundesregierung erhöhen. Verdi will so eine tarifvertragliche Absicherung für die Beschäftigten bei der Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes erzwingen. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hat eine Absicherung schon in einem Schreiben zugesichert und hält einen Tarifvertrag nicht für erforderlich.

Erste bundesweite Aktion
Verdi-Vorstandsmitglied Achim Meerkamp sagte: „Die Hängepartie muss ein Ende haben.“ Da es weiter keine Einigung und kein Ergebnis mit der Bundesregierung gebe, würden die Streiks jetzt ausgeweitet.
Seit Anfang Juli gab es schon mehrere regionale Aktionswellen für einige Tage. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen stauten sich Schiffe vor geschlossenen Schleusen. Nun soll in allen Regionen gleichzeitig gestreikt werden.

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Bei dem Streit geht es um die vom Bund geplante WSV-Reform. Damit soll die Zahl der Behörden bis 2020 von derzeit 53 auf 34 sinken, die Zahl der Beschäftigten ohne Entlassungen von 12 500 auf rund 10 000.
Ramsauer hat den Beschäftigten per Schreiben unter anderem zugesagt, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen, keine Versetzungen gegen den Willen der Betroffenen und keine finanziellen Einbußen geben solle. Verdi will aber eine tarifvertragliche Vereinbarung.

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