Unternehmen Verkauf von Problem-Tochter drückt auf Ertrag bei WMF

Besteck von WMF

Besteck von WMF© WMF

Schmerzhafte Trennung von Tochtergesellschaft: Die Princess-Gruppe brachte WMF im Geschäft mit Elektrokleingeräten bisher vor allem Verluste, nun belastet auch der Verkauf den Konsumgüterhersteller.

Der schwäbische Küchengeräte-Experte WMF hat wegen des Verkaufs seiner Tochter Princess im ersten Halbjahr 2013 deutlich weniger Geld verdient. Der Gewinn ging von rund 20,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf knapp sechs Millionen Euro zurück, wie der Konzern am Donnerstag in Geislingen mitteilte. Der Verkauf habe mit Abschreibungen in einer Höhe von 9,4 Millionen Euro das Ergebnis gedrückt. Die unrentable Tochter wurde Ende Mai für 10,8 Millionen Euro an die niederländische Smartwares-Gruppe verkauft. Zu Buche schlug auch das negative Betriebsergebnis der Tochter von 3,9 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres.

Der Verkauf des Problemkindes im Bereich Elektrokleingeräte werde sich für das gesamte Jahr noch belastend auswirken, hieß es weiter. Beim Umsatz würden insgesamt rund 40 Millionen Euro entfallen. Für 2013 rechnet WMF mit einem Umsatz leicht über Vorjahr: 2012 hatten die Geislinger die Umsatzmilliarde geknackt. Bei den Erlösen macht WMF die anhaltende Rezession in Europa zu schaffen, gerade in Ländern wie Spanien und Frankreich.

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Von Januar bis Juni erlöste der Konzern 467,4 Millionen Euro, bereinigt um den Princess-Verkauf ist das ein Anstieg um zwei Prozent. Im Ausland ging der Umsatz um fünf Prozent auf 219,7 Millionen Euro zurück.

In der Sparte Elektrokleingeräte setzt das Unternehmen inzwischen nur noch auf die eigene Kernmarke WMF. Die entwickle sich in dem Bereich weiter positiv: Demnach wuchs der Umsatz im ersten Halbjahr 2013 dort um 57 Prozent. Insgesamt gingen die Erlöse mit 34 Millionen Euro in dem Zeitraum um fünf Prozent herunter. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei minus 14,9 Millionen Euro. Das Geschäft mit den B-Marken der Princess-Gruppe hatte WMF vor allem Verluste gebracht. Ende Juni arbeiteten rund 6066 Menschen für WMF.

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