Unternehmen Virale Web-Werbung: Diese vier Faktoren sind entscheidend - Seite 10

Der Sieger ist keine Überraschung: „Supergeil“ mit Friedrich Liechtenstein. „Wir saßen mit den Edeka-Leuten zusammen und es hat uns total mitgerissen, wie begeistert die von ihren Produkten waren“, erzählt Jung van Matt-Chef Peter Figge. „Es hieß: ‚Unsere Schokokekse haben X Prozent mehr Schokolade als die anderen Marken. In unseren Mixgetränken ist viel mehr Orangensaft’“. Irgendwann habe ein Kreativer gesagt: „Eigentlich sind die Produkte supergeil, aber die kennt ja keiner.“

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Das Resultat des Gesprächs hat sich letztes Jahr über 12 Millionen Mal geklickt, es wurde darüber geschrieben und auch gestritten. „Es gab eine Marketingdiskussion, eine Diskussion über die Sprache, und sogar eine feministische Diskussion über das Frauenbild, das wir zeigen“, erinnert sich Figge.

Natürlich habe es anfangs auch Skeptiker gegeben. Friedrich Liechtenstein sei zu hässlich als Werbefigur – und dann dieser Bauch in der Badewanne. Passt das noch zur Marke? „Aber ohne den Mut, ein Risko einzugehen, anzuecken, zu provozieren“, sagt Figge „kriegt man im Netz keine hohe Rendite.“

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