Unternehmen Willkommen im Mittelstand!

Das Team von impulse freut sich auf Sie!

Das Team von impulse freut sich auf Sie!© Arnold Morascher

Jeden Tag wagen Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit, jetzt ist impulse selbst an der ­Reihe. Im Hamburger Handelsregister findet sich die Geburtsurkunde unserer Firma. Interviewen wir also ausnahmsweise einmal unseren eigenen Chef.

Herr Förster, erstmals spreche ich mit einem Gründer, der zugleich mein Kollege ist. Denn es geht um impulse selbst, Sie haben das Magazin gekauft. Was ist Ihre Geschäftsidee?

Impulse ist mehr als ein Printmagazin, das für unabhängigen Qualitätsjournalismus steht. Es bietet seinen Lesern ein wertvolles Netzwerk, das wir ausbauen wollen. Unter dem Markendach lassen sich künftig auch andere Dienstleistungen anbieten.

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Printmedien sind in der Krise, Zeitungen machen dicht. Warum sollte gerade impulse Erfolg haben?

Ich glaube fest an den Erfolg in der Nische. Anders als viele Titel hat impulse eine klar umrissene Zielgruppe. Wir schreiben für Mittelständler und ­Familienunternehmen und bieten wie kein anderer Titel Inspiration und konkreten Nutzwert.

Sie sind promovierter Literaturwissenschaftler. Wie kamen Sie zum Wirtschaftsjournalismus?

Ende der 90er-Jahre boomten die Märkte, Wirtschaftsjournalisten waren Mangelware. Und so bekamen sogar Geisteswissenschaftler wie ich eine Chance – damals in der Entwicklungsredaktion der „Financial Times Deutschland“ in Hamburg.

Warum sind Sie Unternehmer geworden?

Wenn man jahrelang über Unternehmertum schreibt, ständig kreative Köpfe trifft, bekommt man Lust, es auch zu tun. Von langer Hand geplant war das aber nicht: Als Ende Oktober klar wurde, dass Gruner + Jahr kein Interesse mehr hatte, den Titel weiterzuführen, entwickelte ich einen Plan. Die Chance, impulse in einem Management-Buy-out zu übernehmen, musste ich einfach ergreifen.

Was sagt Ihre Familie?

Anfangs gab es schlaflose Nächte, dann vorsich­tige Vorfreude, jetzt eher gespannte Ruhe. Die Verantwortung ist sehr groß.

Woher haben Sie das Geld für die Gründung?

Ich habe auf meine Chefredakteursabfindung verzichtet, mein Erspartes investiert und mit dem ­Unternehmer Dirk Möhrle einen Partner und Gesellschafter gefunden, der die Liquidität absichert. Und, ganz wichtig: Das gesamte Team verzichtet auf seine Abfindungen.

Wo wollen Sie in fünf Jahren stehen?

Ich will sagen können: Gut, dass wir damals den Schritt gewagt haben. Qualitätsjournalismus lebt!

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